City Guide Wien : Hoteltipps der Redaktion

Plüsch, urbane Moderne und schnörkellose Tradition – Wiens Hotels bieten alles. Hier empfiehlt die Redaktion die charmantesten Adressen der Stadt.
© PR

Hotel Lamée. Minimalismus kann mittlerweile jeder. Warum also nicht ein bisschen Plüsch wagen, dachten die Macher des erst diesen Winter eröffneten Design-Hotels und griffen tief in die Requisitenkiste der dreißiger Jahre. Sie fanden dunkle Teppiche, ovale Spiegel, Troddeln, die mit bunten Sofas und fließenden Seiden stores zu einem ziemlich theatralischen Gesamtkunstwerk arrangiert wurden: erhebend und doch kuschelig – und ganz nebenbei auch noch eine Hommage an die lokalen Handwerksbetriebe. Das gesamte Dekor und sogar die Betthupferl stammen aus Wiener Werkstätten. Unbedingt nach einem Zimmer in den oberen Stockwerken fragen! Durch die riesige Fensterfront blickt man direkt auf den Stephansdom. Rotenturmstraße 15, 1. Bezirk,

32 Zimmer, Tel. 0043-1/532 22 40, www.hotellamee.com. DZ ab 208 €

Blick in die hauseigene "Bakery" des Hotel Daniel © PR

Hotel Daniel. Auf dem Dach ein verbogenes Schiff des Wiener Künstlers Erwin Wurm, im Hof Schilder mit der Aufschrift: "Don’t even think about parking here". Ob sie sich im Daniel nicht ein bisschen zu cool fühlen? Aber nein, sie spielen bloß mit Formen, Farben und Kontrasten. Die 115 Zimmer in dem ehemaligen Bürohaus versprühen den Geist der Neuen Sachlichkeit: viel Licht, wenig Überflüssiges. Im rundum verglasten Erdgeschoss, das zugleich Empfang, Restaurant und Bar ist, aber hat der Horror Vacui aufs Charmanteste zugeschlagen: Midcentury-Klassiker, Trash und Trödel. Am Wochenende drängen auch die Wiener in die hauseigene "Bakery". Der Zwetschgenstrudel ist wirklich sagenhaft.

Landstraßer Gürtel 5, 3. Bezirk, 115 Zimmer, Tel. 0043-1/90 13 10, www.hoteldaniel.com. DZ ab 92 €

© Julian Mullan

Streetlofts. Dass da vorher noch keiner drauf gekommen ist: leer stehende Gassenlokale zu schicken Suiten umzubauen und zu einem dezentralen Hotel zusammenzufassen. Das ehemalige Schneideratelier in der Theresianiumgasse wird seit anderthalb Jahren vermietet, neun weitere Lädchen sind in Arbeit. Und wer einmal in so einem "Streetloft" übernachtet hat, wird nie mehr sagen, dass man als Tourist von Wien nur die Fassaden zu sehen bekommt: Die Betreiber, das Architektentrio Urbanauts, haben für ihre Gäste in der Nachbarschaft ein dichtes Netzwerk geknüpft. Frühstück gibt es im Café um die Ecke, Wellness im Hamam drei Straßen weiter.

Urbanauts, Favoritenstraße 17, 4. Bezirk, derzeit 1 Zimmer, ab Sommer 10, Tel. 0043-1/208 39 04, www.urbanauts.at. DZ ab 120 €

© Barbara Kozisek/Pension Nossek

Pension Nossek. Ein bisschen stolz sind sie schon auf die lange Liste ihrer berühmten Stammgäste. Elias Canetti gehörte dazu, Friedrich Torberg und viele andere übernachteten in den vergangenen 100 Jahren in dieser kleinen, feinen Herberge, die sich wie durch ein Wunder zwischen all den neuen Luxusläden am Graben behauptet. Ist man erst mal mit dem klapprigen Fahrstuhl in den vierten Stock gerattert, fühlt man sich, als wäre man durch ein Zeitloch in eine vergangene Epoche geplumpst: zitronengelbe Wände, Ohrensessel, zu Krönchen drapierte Servietten im Frühstückssaal. Die Einrichtung ist nicht gerade spektakulär, wohl aber die Lage: In fünf Minuten ist man an der Oper.

Graben 17, 1. Bezirk, 30 Zimmer, Tel. 0043-1/53 37 04 10, www. pension-nossek.at. DZ ab 125 €

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