City Guide WienDie Restaurant-Tipps der Redaktion

Kitschfreie Klassiker, Austro-Fusion oder doch lieber das Bier im Sektglas? Die Wiener Gastronomie lädt zum Experimentieren ein. Fünf Tipps für gute Restaurants.

© PR

Grünauer. Kitschfreies, gemütliches Gasthaus mit Zahnstochern auf dem Tisch. Serviert werden "Speisen, die auch dem Hausherrn schmecken". Darunter ein perfekt gebackener Schweinslungenbraten, aber auch Austro-Fusion à la Frühlingsrolle von der Blutwurst mit Chili. Netter Service, an den Nebentischen echte Wiener, die wie auf Bestellung schmähen.

Hermanngasse 32, 7. Bezirk, Tel. 0043-1/526 40 80, www.gasthausgruenauer. com. Geöffnet Mo–Fr 18–24 Uhr. Hauptgerichte um 15 €

© Palais Coburg Hotel Residenz

Silvio Nickol im Palais Coburg. Weinfans bleibt hier der Mund offen: Die Karte verzeichnet über 5000 Posten bis zurück in die Zeit der letzten Türkenkriege. Imposant auch der Gastraum mit seiner neuen Einrichtung (halb Kloster, halb Science- Fiction). Hier kocht seit 2011 der Wohlfahrt- Schüler Silvio Nickol verspielte Avant garde gerich te wie die Pseudosteinpilze aus Entenleber mit Borkenschokolade und Dill. Zwei Sterne.

Anzeige

Coburgbastei 4, 1. Bezirk, Tel. 0043-1/518 18-800, www.coburg.at. Geöffnet Di–Sa 18–21.30 Uhr. Menü ab 137 €

City Guide Wien

Hier finden Sie alle Artikel aus dem City Guide Wien:

Leopoldstadt: Tanz unterm Riesenrad

Mein Wohnzimmer: Modedesignerin Lena Hoschek über den Naschmarkt

Stammgericht: Wiener Schnitzel im Sternerestaurant

Stil: Österreichs berühmtester Tanzlehrer über die Wiener Liebe zur Tradition

Anbetung: Pferde in Wien

Tipps aus der Redaktion: Tütenlampen, Abendroben und Käsekreiner mit Musik

Angeklickt: Die besten Websites für den Wien-Besuch

Hoteltest: Hotel Hollmann Beletage

CITY GUIDE ALS E-BOOK KAUFEN

DIE ZEIT City Guides stehen Ihnen auch als E-Book nach dem Download jederzeit und überall auf Ihrem digitalen Lesegerät zur Verfügung.

Hier finden Sie eine Übersicht unserer E-Books www.zeit.de/ebooks.

© PR

Steirereck. Dieses Restaurant ist allein schon eine Wienreise wert. Heinz Reitbauer zaubert; er macht aus heimischer Ware so viel, dass man ein Fehlen, etwa von Meerfisch, nicht einmal bemerkt. Man genießt die Klarheit und Tiefe seiner Kompositionen und erhebt sich auch nach acht Gängen erfrischt aus den bequemen Sesseln. Hier wird nämlich sehr bekömmlich gekocht, kaum gestützt auf Fett oder Salz. Mittags stehen auch Klassiker günstig auf der Karte.

Am Heumarkt 2A/im Stadtpark, 3. Bezirk, Tel. 0043-1/713 31 68, www.steirereck.at. Ge öffnet Mo–Fr 11.30–14.30 Uhr und ab 18.30 Uhr. Menü ab 75 €, abends 50 € mehr

© Stefan Joham

Skopik & Lohn. In dieses französisch angehauchte Beisl geht man auch, um gesehen zu werden. Zu Recht berühmt ist das Entrecôte. Ob blutig oder rosa, es kommt, wie man es bestellt hat: Der Koch ist ein Garzeitenfetischist. Freundliche Kellner, warme Küche bis ein Uhr morgens.

Leopoldsgasse 17, 2. Bezirk, Tel. 0043-1/219 89 77, www.skopikundlohn.at. Geöffnet Di–Sa 18–1 Uhr, Hauptgerichte um 15 €


Legende: Rot = Essen, Grün = Ausgehen, Blau = Einkaufen, Gelb = Schlafen
Den City Guide Wien auf einer größeren Karte anzeigen

© David M. Peters

Zum Schwarzen Kameel. Wo 1618 ein Herr Cameel seinen Gewürzladen eröffnete, trifft man sich heute nach Feier abend auf ein Gourmetsandwich. Nebenan im Jugendstilsaal servieren Charakterkellner Damen das kleine Bier im Sektglas. Die Küche fährt zwei Linien. Den ausgezeichneten Beinschinken etwa gibt es klassisch mit Kren oder, etwas mutiger, mit pochiertem Wachtelei. Gute Desserts.

Bognergasse 5, 1. Bezirk, Tel. 0043- 1/533 81 25, www.kameel.at. Ge öffnet Mo–Sa 12–15.30 Uhr und 18–24 Uhr. Hauptgänge um 30 €

Zur Startseite
 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    • Serie City Guide
    • Quelle ZEIT ONLINE
    • Schlagworte Wien | Redaktion | Dessert
    Service