"Wien is a schöne Stadt, des weiß alle Welt", beginnt der Wiener Liedermacher Georg Kreisler eines seiner bekanntesten Stücke. Dass er einige Zeilen später die Messer wetzt und vom "Wien ohne Wiener" träumt, ändert an dieser Feststellung nichts. Die Millionenstadt an der Donau zieht mit ihrer Pracht und ihrem Erbe Besucher aus aller Welt an. Sehenswürdigkeiten wie die Spanische Hofreitschule, das Spektakel im Prater, die Ausstellungen im Museumsquartier oder die gediegene Atmosphäre in den Kaffeehäusern sind beliebte Ziele.

Bereits vor Beginn der Reise lohnt ein Blick ins Internet. Blogs verraten Tipps jenseits der Reiseführer, Stadtmagazine wissen über aktuelle Veranstaltungen Bescheid und mit den richtigen Smartphone-Apps ist man in Wien garantiert nicht verloren. Wir zeigen die besten Netzfunde.

Apps

Rundumpakete mit Offline-Stadtplänen, Sehenswürdigkeiten, Touren, Ausgehtipps und individuellen Reiseplanern gibt es von Trip Advisor, Triposo und Trip Wolf (für iOS und Android, kostenpflichtige Premium-Funktionen). Kostenlose, leicht abgespeckte Alternativen bieten Wien "At a Glance" (iOS) oder der City Guide von GuidePal (Android, mit Anmeldung), der von Reisejournalisten und Einheimischen zusammengestellt wurde.

Die Standorte von Schwimmbädern, Badestellen oder Campingplätzen verrät die App OpenVienna (Android, kostenlos). Sie sammelt Daten, die von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden. Auf der Website der Stadtverwaltung gibt es noch zahlreiche weitere Apps, die auf freien Daten basieren und über die Standorte öffentlicher Toiletten oder der "Sackerl" für den  Spaziergang mit dem Hund informieren.

Wien ist trotz seiner Größe recht kompakt, und am schnellsten bewegt man sich mit dem Bus und der U-Bahn fort. Die Apps Quando und AnachB (iOS und Android, kostenlos) haben stets die aktuellen Linien und Abfahrtszeiten parat. Flexibler aber ist man auf dem Rad. Nach einer einmaligen Registrierung (vor Ort sind auch Touristenkarten erhältlich) fährt man jeweils die erste Stunde auf den Citybikes kostenlos. Die Stationen zum Ausleihen zeigen Apps wie bikar (iOS) und Citybike Stations (Android) an.

Wer im Ausland keine Roaming-Gebühren zahlen möchte, ist früher oder später auf Internet-Hotspots angewiesen. Der Anbieter Freewave bietet in vielen Lokalitäten innerhalb Wiens kostenloses Internet an, das über die gleichnamige App (iOS und Android) gefunden werden kann.

Magazine – on- und offline

Allgemeine Nachrichten und Veranstaltungstipps aus Wien und Umgebung gibt es auf den Websites der Wiener Zeitung und dem Standard sowie den Stadtmagazinen Wien-Konkret und Wienlive. Sehr gelungen ist die inhaltliche Mischung aus Berichten und Rezensionen des Stadtmagazins Stadtbekannt. Bestes Beispiel: Die Rubrik "Unnützes Wienwissen" – oder wussten Sie, dass man den Elefanten-Mist aus dem Tiergarten Schönbrunn als Dünger für 3,50 Euro den Kübel kaufen kann?

Eine Wiener Institution ist die Wochenzeitung Falter. Das linksliberale Blatt berichtet unter anderem über das Wiener Stadtleben, den unter Einheimischen beliebten Terminkalender gibt es auch auf der Website. Ein junges, urbanes Publikum ist auch die Zielgruppe von Unlike Vienna. Der englischsprachige City Guide stellt interessante und ausgefallene Boutiquen, Restaurants und Kunst- und Architekturausstellungen vor. Das internationale Online-Portal Spotted by Locals hat natürlich auch für die österreichische Hauptstadt eine eigene Rubrik. Einheimische verraten hier ihre Lieblingstipps und schreiben Erfahrungsberichte.

Kunst und Nachtleben

Apropos Kunst: Seit Jahrhunderten ist Wien ein Mittelpunkt der europäischen Kunst- und Musikszene. Wie nah in Wien die traditionelle Kunst an die Moderne anknüpft, zeigt sich schon in der Lage: Nur wenige Meter vom prunkvollen Volkstheater und dem Natur- und Kunsthistorischen Museen entfernt erstreckt sich das moderne Wiener MuseumQuartier, einst eines der größten Kulturareale der Welt. Tipps zu Ausstellungen und Veranstaltungen gibt die Online-Plattform eSeL, das Blog des Museums für angewandte Kunst (MAK) oder die Twitter-Accounts von Szene Wien, der Kunsthalle und der Kulturinitiative quartier21. Monatlich berichten zudem die Magazine Parnass und Vernissage über aktuelle Ausstellungen. Die Zeitschrift Spike Art erscheint einmal pro Quartal. Ein Webmagazin für phantastische Kunst gibt es unter phantastisch.at.

Nach Museumsschluss beginnt in der Donaumetropole das Nachtleben. Die Termine von Konzerten, Opern und Musicals finden sich im offiziellen Stadtportal. Etwas ausgefallenere und eher elektronisch angehauchte Tipps sammelt das Blog auchsuperwichtig, das sich glücklicherweise selbst nicht allzu wichtig nimmt und bei der wöchentlichen Abendplanung hilft. Und Vienna4Free verrät auf Twitter und Facebook Ausgeh- und Restauranttipps für den kleinen Geldbeutel.