"Atlas der Vorurteile" : Im Norden alles Fleischball-Wikinger

Wo wohnen die Klempner, wo liegt der Nudel-Ozean, und wer gibt Gas? Die Perspektive bestimmt die Weltsicht. Wir zeigen Bilder aus Yanko Tsvetkovs "Atlas der Vorurteile".

Er nennt sich Alphadesigner und versucht, den Globus aus allen Richtungen zu betrachten: Der bulgarische Grafiker Yanko Tsvetkov sammelt Weltsichten in seinem Atlas der Vorurteile (Knesebeck). Demnach unterscheiden die Franzosen etwa nette Krachmacher (Italien) von haarigen Krachmachern (Griechenland). Die USA sehen sich umgeben von Pelzjägern und Hausangestellten. Und die Deutschen kennen von den Niederlanden nur das Gras. Tsvetkovs Dokumentation der Stereotype ist ein so ironischer wie wirkungsvoller Beitrag zum kulturellen Verständnis.

Anzeige

Aktiv durch den Urlaub

Entdecken Sie ein vielfältiges Angebot rund um das Thema Aktivurlaub.

Reise starten

Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Wer dafür Geld ausgibt

kann Ihnen doch strunzegal sein, Sie müssen es ja nicht kaufen.

Ich musste bei einigen Sachen doch schmunzeln, v.a. die Israel-Grafik hat mich erheitert.
Aber am besten finde ich die parodistischen Kommentare hier drunter, die ganz deutlich zeigen, wie sehr Vorurteile und schnelle Verurteilungen doch im Menschen angelegt sind. Das ist ja teilweise Realsartire hier!

Schon lustig, die Redeverbot-Paranoia der Rechten. ;-)

Natürlich dürfen Sie sich auch über Israel lustig machen. Habe ich je das Gegenteil behauptet?

Nur habe ich gewisse Standards, wenn's um Humor geht. Wenn jemand bemüht über etwas lacht, was ganz einfach nicht lustig ist, dann liegt es nahe, dahinter bestimmte Absichten zu vermuten.

Analogie: Ich habe auch nichts gegen Witze über Frauen. Wenn es wirklich Witze sind, dann sind sie nicht sexistisch. Wenn sie aber qualititiv extrem schlecht sind, und bestimmte Gruppen von Männern trotzdem drüber lachen, dann wird es schon einen Grund geben.

Schauen Sie sich die Titanic an: Hier macht man sich über Frauen, Juden, Moslems, und alle andere "Randgruppen" lustig. Trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, dass die Titanic frauenfeindlich, antisemitisch, islamophob, oder sonst was ist.