Tarifstreit : Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn erneut bestreikt

An den Airports Nordrhein-Westfalens hat das Sicherheitspersonal gestreikt. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Der Schaden hält sich laut Flughäfen aber in Grenzen.

An den beiden großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen hat es erneut einen Streik des Sicherheitspersonals gegeben und entsprechende Störungen im Flugverkehr. Der Ausstand dauerte bis 10.00 Uhr.

Am größten Flughafen Nordrhein-Westfalens in Düsseldorf zeigten die Anzeigetafeln am Morgen bereits zahlreiche gestrichene Flüge ins In- und Ausland an. 73 Abflüge und 22 Ankünfte mussten insgesamt annulliert werden. Ursprünglich waren bis 10.00 Uhr knapp 150 Flugbewegungen mit 13.600 Passagieren geplant. An den Sicherheitskontrollen bildeten sich Schlangen. Wartende wurden mit Essen und Trinken versorgt.

Am Flughafen Köln/Bonn mussten 13 Abflüge und 8 Ankünfte abgesagt werden. Im Vergleich zum ganztägigen Streik der vergangenen Woche, der rund 10.000 Reisende getroffen hatte, halte sich der Schaden aber in Grenzen, sagte eine Sprecherin des Flughafens. "Es wird nicht solche Auswirkungen haben wie die ersten Streiktage, die wir in Köln/Bonn schon erlebt haben."

In den vergangenen Wochen hatten Arbeitskämpfe an den Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Köln-Bonn den Luftverkehr stark behindert. Mehrere Hundert Flüge wurden gestrichen. Zehntausende Passagiere waren betroffen.



Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten bis zu 30 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten zwischen fünf und neun Prozent.

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Gewerkschaftsschädigendes Verhalten

Für jeden lesbar ließ ver.di anlässlich eines Ausstands erst vorgestern plakatieren, dass allen voran die Angehörigen der Ulmer Universität, wortwörtlich, so schlau und doch so arm seien. Indes die medizinischen Kliniken der dortigen Hochschule ungebrochen horrende Gelder für ein Verhalten ausgeben, welches von den Richtlinien des Gesetzgebers für notwendig aktivierende Pflege abweicht, kann materiell von Armut keine Rede sein. Vielmehr äußert sich darin mehr als augenfällig eine unerträgliche Beliebigkeit, mit der weite Teile der Gewerkschaft die Forderungen nach höheren Entgelten zumindest für die Mitglieder unterlegt, die nicht zuletzt die Anliegen des privaten Sicherheitspersonals an den Flughäfen aus den eigenen Reihen heraus auf kürzestem Wege ad absurdum führt.