Köln/Bonn und HamburgFlughafenmitarbeiter streiken auch am Freitag

Der Streik des Sicherheitspersonals läuft weiter: Am Freitag wird es Köln/Bonn und Hamburg treffen. Dort soll jeder zweite Flug ausfallen.

Die Mitarbeiter des privaten Sicherheitsgewerbes werden ihren Streik weiter ausdehnen: Am Freitag werden sie an den Flughäfen Köln/Bonn und Hamburg die Arbeit niederlegen. Das kündigte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di an.

Zehntausende Reisende bekommen den Streik des Sicherheitspersonals zur Stunde in Düsseldorf und Hamburg zu spüren. Am drittgrößten deutschen Flughafen sollte mindestens jeder dritte, in der Hansestadt sogar jeder zweite Flug gestrichen werden. Nur wenige Sicherheitsschleusen hatten am Morgen geöffnet, davor bildeten sich lange Warteschlagen. Die Gewerkschaft ver.di will in dem festgefahrenen Tarifstreit ein neues Angebot der Arbeitgeber erzwingen. Bereits im Januar war es zu Streiks in Düsseldorf, Köln/Bonn und Hamburg gekommen.

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 Der Ausstand hatte offiziell mit der Frühschicht um vier Uhr begonnen und soll den ganzen Tag dauern. Wegen des Nachtflugverbots an den beiden Flughäfen zeigten sich die ersten Auswirkungen erst gegen sechs Uhr. Die Fluggesellschaften annullierten in Düsseldorf fast 200 Flüge. In Hamburg seien mehr als die Hälfte der 179 geplanten Abflüge gestrichen worden, sagte eine Flughafensprecherin am Morgen. Nur zwei von 20 Sicherheitsschleusen fertigten Reisende ab.

Fluglinien

Informationen über Flugausfälle und Verspätungen: 

Lufthansa 01805 805 805 www.lufthansa.de

Air Berlin 01805 737 800 www.airberlin.com

Easy Jet 01805 029292, 01805 666 000 www.easyjet.com

Website mit den Telefonnummern aller größerer Fluglinien www.telefonnummer-airlines.de

Flughäfen

Auf den folgenden Internetseiten und unter folgenden Telefonnummern können Sie sich über Sperrungen, Verspätungen und Flugausfälle informieren:

Berlin Schönefeld 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de

Berlin Tegel 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de

Bremen +49 (0) 421 55950 www.airport-bremen.de

Dresden +49 (0) 351 8810 www.dresden-airport.de

Düsseldorf +49 (0) 211 4210 www.duesseldorf-international.de

Erfurt-Weimar 0180 5 410 970www.flughafen-erfurt-weimar.de

Frankfurt/Main 0180 5 372 4636 www.frankfurt-airport.de

Hamburg +49 (0) 40 50 750 www.ham.airport.de

Hannover +49 (0) 511 9770 www.hannover-airport.de

Köln/Bonn +49 (0) 22 03 – 40 40 01 / 40 40 02 www.koeln-bonn-airport.de

Leipzig/Halle +49 (0) 341 224 1155 www.leipzig-halle-airport.de

München  +49 (0)89 9752 13 13 www.munich-airport.de

Münster/Osnabrück +49 (0) 25 71 940www.flughafen-fmo.de

Nürnberg +49 (0) 911 937 00 www.airport-nuernberg.de

Saarbrücken +49 (0) 6893 83272 www.flughafen-saarbruecken.de

Stuttgart 0180 5 948444www.flughafen-stuttgart.de

Internationale Flughäfen findet man auf www.flightradar24.com

Linienbusse

Eurolines www.eurolines.com, Telefonnummern der einzelnen Länder: http://www.eurolines.com/about-us/

Deutsche Touring GmbH Servicehotline +49 (0) 69 7903 501 www.touring.de

Berlin Linienbuswww.berlinlinienbus.de

Gullivers Servicehotline: +49 (0) 30 311 0 211 www.gullivers.de

Orland Servicehotline +49 (0) 9721 47 59 00, Notfallnummer +49 (151) 141 823 08 www.orland.de

Andere Transportwege

Das Buchungsportal der Deutschen Bahn: www.bahn.de

Ocean24 ist ein Buchungsportal für Fährverbindungen. Servicehotline: +49 (0) 180 4 999 203 www.ocean24.com

Auf Facebook gibt es einen Zusammenschluss von Nutzern, die Car-Pools bilden: http://www.facebook.com/carpooleurope

Nationale Mitfahrzentralen:

Mitfahrzentrale 01805 03 11 99 11 www.mitfahrzentrale.de

Mitfahrgelegenheit 01805 03 11 99 40 www.mitfahrgelegenheit.de

Internationale Mitfahrzentralen:

Roadsharing.comwww.roadsharing.com und Ride4cents.org www.ride4cents.org

Autovermieter: 

Avis Servicehotline: 0180 5 21 77 02 www.avis.de

Europcar Servicehotline: 0180 5 8000 www.europcar.de

Hertz Servicehotline: 0180 5 33 3535 www.hertz.de

Sixt  Servicehotline: 0180 5 25 25 25 www.sixt.de

 "Es ist sehr voll in den Terminals. Die Wartezeit beträgt mehrere Stunden", sagte die Sprecherin des Hamburger Airports. In Düsseldorf waren immerhin elf statt der üblichen 24 Schleusen geöffnet, dennoch starteten viele Flieger verspätet. Einige Flüge wurden auf die Flughäfen in Weeze am Niederrhein und in Dortmund verlegt.

Streikbereitschaft unverändert hoch

Die Streikbereitschaft sei unverändert hoch bei 90 Prozent, sagte ein ver.di-Sprecher in NRW. Die Gewerkschaft fordert bis zu 30 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des privaten Sicherheitsgewerbes. Der erneute Streik sei ein Erfolg, sagte der Hamburger ver.di-Sprecher Peter Bremme.

Die Arbeitgeberseite zeigte sich unbeeindruckt. "Es ist an ver.di, auf uns zuzugehen", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes des Sicherheitsgewerbes (BDSW) und verwies auf das Arbeitgeberangebot vom vergangenen Dezember. Es sei das höchste Angebot der vergangenen 15 Jahre und sehe Lohnerhöhungen zwischen 4,9 und 9,2 Prozent vor. Nach Gewerkschaftsangaben in NRW gehören 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten zur untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. Für sie fordert ver.di eine Erhöhung auf 10,50 Euro.

Die Gewerkschaft ver.di und der BDSW verhandeln in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen über die Lohnhöhe und in Berlin bundesweit über einen Manteltarifvertrag.

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Leserkommentare
    • Chali
    • 14. Februar 2013 15:35 Uhr

    Ahhh ja. Bemerkenswert, was an erster und was an zweiter Stelle genannt wird.

    Viel Glück, Kollegen!

  1. Solange bis sich normale Arbeiter keinen Flugurlaub in warme Länder mehr leisten können, mal sehen ob dann Ver.di auch Streiks anordnet?
    Warscheinlich ja ,um Arbeiterlöhne anheben zu wollen damit
    die sich wieder Urlaub leisten können.
    Ja wenn ?Wenn nicht das Flugperonal oder Flugsicherheit als nächstes wieder Streikt um das Fliegen weiter zu verteuern

  2. 3. [...]

    Entfernt. Die Redaktion/ls

    • Wanjaje
    • 14. Februar 2013 20:44 Uhr

    Unverständnis meinerseits.

    Warum kann man diese Tarifstreitigkeiten nicht anders klären? Immerhin sind es Privatsicherheitsfirmen, die von der Polizei angeordnet, an Flughäfen arbeiten.

    Warum müssen so viele Menschen darunter selber darunter Leiden.

    Vielleicht ist es ein Fehler im System, aber diese Art der Missstandsbeseitigung ist, meiner Meinung nach, falsch.

    Außerdem sind über 12 Euro (wie in Hamburg) doch nicht ein Niedrigst-Lohn.

    Ich kenn F&B Manager in sehr guten Häusern, die 13€ die Stunde verdienen.

    Dies ist allerdings nur meine Ansicht, ich möchte Niemandem damit zu Nähe treten.

  3. ich finde es eine riesige Unverschämtheit, dass unbeteiligte Mitbürger/innen unter dieser Auseinandersetzung leiden müssen. Verdi selbst erlaubt den eigenen Mitarbeitern doch auch nicht zu streiken. Dazu dürfen laut Tarifvertragsgesetz nur Gewerkschaften, nicht aber Betriebsräte aufrufen. Noch dazu wünschten sich Verdi Mitarbeiter ebenfalls mehr Geld. Im eigenen Haus ist Verdi doch auch nicht bereit Lohnerhöhungen in dem geforterten Umfang zu bezahlen. Wenn es jedoch um das Geld anderer geht, wird zum Streik aufgerufen. Und leiden tun völlig unbeteiligte.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sk
  • Schlagworte Ver.di | Airport | Arbeitgeber | Euro | Flughafen | Streik
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