Die Gewerkschaft ver.di ruft das Sicherheitspersonal am Flughafen Düsseldorf für Montag zu einem erneuten Streik auf. Die Beschäftigten der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle sollen von 4 bis 24 Uhr die Arbeit niederlegen. Der neuerliche Streik sei die Antwort der Beschäftigten auf die "starre Haltung der Arbeitgeber", teilte ver.di mit. Die Gewerkschaft verlangte einen Tarifabschluss noch vor den Osterferien.

"Solange kein neues Angebot auf dem Tisch liegt, haben wir nur die Wahl, maximalen Druck zu erzeugen", erklärte deren Verhandlungsführerin Andrea Becker. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen erhebliche Lohnerhöhungen zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt diese Forderung "völlig überzogen".

Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe; sie erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Für die Beschäftigten dieser Lohngruppe bieten die Arbeitgeber laut ver.di bisher 40 Cent mehr an.

Am Freitag hatte das Sicherheitspersonal am Köln-Bonner Flughafen die Arbeit niedergelegt. Seit Wochen sorgen tagelange Streiks des Sicherheitspersonals für Flugausfälle und lange Wartezeiten an den Airports in Düsseldorf und Köln-Bonn.

In dem Tarifkonflikt stehen sich ver.di und die Arbeitgeber der privaten Sicherheitsbranche gegenüber, die auch "Flugsicherheitsassistenten" beschäftigen – diese sind an den Airports im Auftrag der Bundespolizei für Passagier- und Gepäckkontrollen zuständig.