Heiligenfalten, Händlersfüße
Ganze 50 mm Brennweite hat sich Lukas Palik gegeben, um auf seiner Reise durch den indischen Bundesstaat Westbengalen Menschen zu porträtieren. Dahinter kann man sich als Fotograf schlecht verstecken. Palik musste Kontakt aufnehmen, in das Geschehen eintauchen. So entstand zwischen dem Himalaya und dem Golf von Bengalen eine Serie unverstellter Porträts in Schwarz-Weiß, die als Buch unter dem Titel People of West Bengal im Verlag Kettler erschienen sind.
- Datum 25.03.2013 - 06:38 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Der Fotograf Lukas Palik (Jg.1980) stellt in seinem bemerkenswerten SW- Fotobildband mit dem Titel "People Of West Bengal" eine anmutende SW-Fotoreportage aus einer fernen Region vor. Er ging mit seiner Kamera - ausgestattet nur mit einem Objektiv von 50 mm Brennweite - auf eine Reise, die ihn vom Vorgebirge des Himalaya bis an den Golf von Bengalen führte. Bedingt durch die Reduzierung der Brennweite seiner Aufnahmeoptik musste der Fotokünstler sehr nahe an die Personen und ihren Alltag heran, was zwangsläufig Dialog und Kommunikation beinhaltete. Und entstanden sind durch diese optische und menschliche Nähe authentische Aufnahmen mit großer Ausdruckskraft. Die Bilder des Künstlers haben eine eigene Ästhetik und Lukas Palik versteht es, verschiedene Sujets in seinem Werk perfekt zu implementieren. So zeigt er im vorliegenden Band u.a. einzigartige Kinderportraits, Aufnahmen von Dorfgemeinschaften, lenkt den intimen Blick auf das Waschen auf der Strasse und präsentiert Bilder von Menschen bei der Arbeit. Die eindringlichen Bilder von Lukas Palik geben überdies auch den Blick frei, unter welch schwierigen Verhältnissen die Menschen im indischen Bundesstaat Westbengalen leben müssen, bisweilen ohne jegliche Aussicht auf nachhaltige Besserung ihrer Lebensbedingungen. Der hervorragend gearbeitete Bildband aus dem Hause Kettler Verlag kommt ohne Begleittexte aus. Die Bilder von Lukas Palik sprechen für sich und sagen dem Rezipienten mehr als tausend Worte.
Willi Wilhelm
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren