Bis hierher und nicht weiter!

Der Hafen von Igoumenitsa, Griechenland, 2011. Die Fotografin war dabei, als hundert aufgebrachte Einwohner gegen die "Belagerung durch die Illegalen" in den Hügeln um den Fährhafen demonstrierten. | © Eva Leitolf
Viele Orte an den Grenzen Europas erzählen vom Schicksal unzähliger Migranten, die Zuflucht suchten. Bis hierher und nicht weiter! Um sich dem Leid zu nähern, besucht die Fotografin Eva Leitolf Strandpromenaden, Hafenmolen, Fähren und Wiesen. Ihre Bildmotive wirken harmlos, sind aber Symbole des Schreckens: Da versank ein Flüchtlingsboot, dort wurden Saisonarbeiter angegriffen. Bis zum 4. August zeigt das Sprengel Museum Hannover Leitolfs Werk. Der Katalog Postcards from Europe 03/13 ist bei Kehrer erschienen.
- Datum 04.04.2013 - 19:43 Uhr
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damit hätte sich der kommentar eigentlich erledigt, wenn dieser umstand nicht auch in gewisser weise in zusammenhang mit der form der fotoarbeiten stehen würde. die redaktion dieses forums erträgt anscheinend nicht einmal in diesem recht harmlosen kontext eine kleine portion polemik, die durchaus anlass für eine kontroverse diskussion sein könnte. stattdessen ist konsens angesagt, kontrollierte aufgeregtheit allenfalls. deutsch eben.
und so sind auch die fotoarbeiten, aus sicherer distanz, als in den siebziger und achziger jahren alternativsozialisierter fotograf-in sollte man mal was zu díesem irgendwie aktuellen thema, das irgendwie betroffen macht machen. die fotos sehen aus, als wäre idee und visuelles konzept zu dieser arbeit in einer wohnung von freunden-bei-freunden entstanden, schwabing oder prenzelberg.Dass diese Arbeit den weg ins museum gefunden hat sagt allenfalls etwas über den etablierten rezeptionsstand der deutschen fotografie, nichts über die flüchtlingssituation in europa. hätten die fotos mehr als bildimmanente ästehische qualität, hätten sie bestimmt auch nicht als erstes, die unsägliche forumsdiskussion zu den tatsächlichen oder vermeintlichen opferzahlen unter den migranten ausgelöst. Von der redaktion in diesem zusammenhang interessanterweise unkommentiert... den am eigentlichen thema interessierten empfehle ich jim goldberg, http://www.opensee.org/ er hat es verstanden der flüchtlingssituation ein gesicht zu geben.
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