Bis hierher und nicht weiter!

Der Hafen von Igoumenitsa, Griechenland, 2011. Die Fotografin war dabei, als hundert aufgebrachte Einwohner gegen die "Belagerung durch die Illegalen" in den Hügeln um den Fährhafen demonstrierten. | © Eva Leitolf
Viele Orte an den Grenzen Europas erzählen vom Schicksal unzähliger Migranten, die Zuflucht suchten. Bis hierher und nicht weiter! Um sich dem Leid zu nähern, besucht die Fotografin Eva Leitolf Strandpromenaden, Hafenmolen, Fähren und Wiesen. Ihre Bildmotive wirken harmlos, sind aber Symbole des Schreckens: Da versank ein Flüchtlingsboot, dort wurden Saisonarbeiter angegriffen. Bis zum 4. August zeigt das Sprengel Museum Hannover Leitolfs Werk. Der Katalog Postcards from Europe 03/13 ist bei Kehrer erschienen.
- Datum 04.04.2013 - 19:43 Uhr
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Die Zahl erscheint mir ein wenig hoch.
Laut der italienischen Organisation Fortress Europe sind in den Jahren von 1988 bis 2007 mindestens 14.714 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa umgekommen. Also ist die Zahl der Opfer aufs Jahr gerechnet doch eher im dreistelligen Bereich angesiedelt als im fünfstelligen. Schlimm genug.
Laut der italienischen Organisation Fortress Europe sind in den Jahren von 1988 bis 2007 mindestens 14.714 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa umgekommen. Also ist die Zahl der Opfer aufs Jahr gerechnet doch eher im dreistelligen Bereich angesiedelt als im fünfstelligen. Schlimm genug.
Sehe ich genauso, einfach mal die ost-europäische Grenze abfahren und paar Bilder knipsen. Auf keinem Bild ist ein "Flüchtling" zu sehen, hat Frau Leitolf überhaupt mit einem gesprochen? Nichts ist zu erfahren über die Hintergründe der Flüchtlinge, über Schlepper, die an dem Elend verdienen etc. etc. So verkommt das Ganze nur zu einem billigen Voyeurismus, aufgehübscht als sogenannter Kunstkatalog.
Ich glaube kaum das sich sonst jemand sich diese Bilder anschauen oder kaufen würde
Kunst ist anders
hm, weiß nicht...
Die Bilder treiben die Idee, über Menschen anstelle mit Menschen zu sprechen, etwa mindestens zehn Meter weiter. Jammern wird möglich, die Idee, menschnwürdig zu handeln erfährt hingegen weder Anregung noch Gewicht ...
Sehe ich genauso, einfach mal die ost-europäische Grenze abfahren und paar Bilder knipsen. Auf keinem Bild ist ein "Flüchtling" zu sehen, hat Frau Leitolf überhaupt mit einem gesprochen? Nichts ist zu erfahren über die Hintergründe der Flüchtlinge, über Schlepper, die an dem Elend verdienen etc. etc. So verkommt das Ganze nur zu einem billigen Voyeurismus, aufgehübscht als sogenannter Kunstkatalog.
Sehe ich genauso, einfach mal die ost-europäische Grenze abfahren und paar Bilder knipsen. Auf keinem Bild ist ein "Flüchtling" zu sehen, hat Frau Leitolf überhaupt mit einem gesprochen? Nichts ist zu erfahren über die Hintergründe der Flüchtlinge, über Schlepper, die an dem Elend verdienen etc. etc. So verkommt das Ganze nur zu einem billigen Voyeurismus, aufgehübscht als sogenannter Kunstkatalog.
"Am 7. Januar 2010 schossen Jugendliche mit dem Luftgewehr auf von der Arbeit zurückkehrende schwarze Orangenpflücker und verletzten zwei von ihnen." Bild Nr. 5
Was hat das - bei allem Unrecht - mit der Flüchtlingsproblematik zu tun?
Ich habe auch schon viele Fähren photographiert - sollte ich mich mal um eine Ausstellung bemühen?
damit hätte sich der kommentar eigentlich erledigt, wenn dieser umstand nicht auch in gewisser weise in zusammenhang mit der form der fotoarbeiten stehen würde. die redaktion dieses forums erträgt anscheinend nicht einmal in diesem recht harmlosen kontext eine kleine portion polemik, die durchaus anlass für eine kontroverse diskussion sein könnte. stattdessen ist konsens angesagt, kontrollierte aufgeregtheit allenfalls. deutsch eben.
und so sind auch die fotoarbeiten, aus sicherer distanz, als in den siebziger und achziger jahren alternativsozialisierter fotograf-in sollte man mal was zu díesem irgendwie aktuellen thema, das irgendwie betroffen macht machen. die fotos sehen aus, als wäre idee und visuelles konzept zu dieser arbeit in einer wohnung von freunden-bei-freunden entstanden, schwabing oder prenzelberg.Dass diese Arbeit den weg ins museum gefunden hat sagt allenfalls etwas über den etablierten rezeptionsstand der deutschen fotografie, nichts über die flüchtlingssituation in europa. hätten die fotos mehr als bildimmanente ästehische qualität, hätten sie bestimmt auch nicht als erstes, die unsägliche forumsdiskussion zu den tatsächlichen oder vermeintlichen opferzahlen unter den migranten ausgelöst. Von der redaktion in diesem zusammenhang interessanterweise unkommentiert... den am eigentlichen thema interessierten empfehle ich jim goldberg, http://www.opensee.org/ er hat es verstanden der flüchtlingssituation ein gesicht zu geben.
Laut der italienischen Organisation Fortress Europe sind in den Jahren von 1988 bis 2007 mindestens 14.714 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa umgekommen. Also ist die Zahl der Opfer aufs Jahr gerechnet doch eher im dreistelligen Bereich angesiedelt als im fünfstelligen. Schlimm genug.
wäre der Bezug zu den Katastrophen, die sich auf dem Mittelmeer und umzu abspielen, völlig unklar, ja in einem Fall (Liegestuhl auf einem Boot) konterkariert das Bild die Realität.
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