StreikLufthansa streicht am Donnerstagmorgen fast alle Flüge

Um den Druck in den Tarifverhandlungen zu erhöhen, hat die Gewerkschaft ver.di neue Streiks angekündigt. Verschont werden wohl nur Interkontinentalflüge.

Die Lufthansa wird ihren Flugplan am Donnerstag drastisch eindampfen. Wegen des Streiks sollen nahezu alle Flüge in Deutschland und Europa ausfallen. Interkontinentalflüge sollen dagegen weitgehend stattfinden.

Vom Streik betroffen seien die Verbindungen ab Frankfurt, Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf und Köln. Eine Liste, welche Flüge ausfallen, wurde auf der Website des Konzerns veröffentlicht. Demnach sollen 480 Flüge am Donnerstag gestrichen werden. Viele Flüge seien vorsorglich gestrichen worden, um den Kunden Planungssicherheit zu geben.

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Obwohl die Lufthansa nach eigenen Angaben Arbeitsniederlegungen zwischen 05.00 und 12.00 Uhr erwartet, erstrecken sich die veröffentlichten Ausfälle "wegen Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb" bis in den späten Nachmittag. Passagieren, deren Flüge gestrichen wurden, bietet Lufthansa die Möglichkeit an, kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen.

Die Gewerkschaft ver.di hatte zu den Warnstreiks aufgerufen. Vor der zweiten Verhandlungsrunde, die für Freitag geplant ist, will sie so den Druck erhöhen. Ver.di verlangt für die Beschäftigten 5,2 Prozent mehr Geld und Schutz vor Entlassungen im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns.

Die Lufthansa hat hingegen Beiträge der Beschäftigten zur Verbesserung der Produktivität gefordert. Laut ver.di hat sie längere Arbeitszeiten, die Aussetzung von Stufensteigerungen und eine zweijährige Nullrunde verlangt. Ver.di vertritt vor allem Beschäftigte in den Boden- und Serviceeinheiten des größten Luftverkehrskonzerns in Europa.

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Leserkommentare
  1. Und wieder mal wird die Gesellschaft in Geiselhaft genommen, ist ja auch ganz einfach. Mal ein wenig den Druck erhöhen, so ein wenig... egal was sonst passiert.

  2. wie schrecklich, da macht eine Gewerkschaft genau das, wozu sie da ist - welche Zumutung!
    Wer sich belästigt fühlt sollte evtl. überlegen, wie die Zahl auf SEINER Lohnabrechnung zustandekommt. Sancta Simplicitas!

    via ZEIT ONLINE plus App

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, nf
  • Schlagworte Lufthansa | Ver.di | Arbeitszeit | Entlassung | Produktivität | Streik
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