Warnstreiks : Lufthansa bleibt deutschlandweit am Boden

Hunderte Flüge sind gestrichen, die Check-In-Schalter verwaist – das Bodenpersonal hat Deutschlands größte Airline lahmgelegt. Nur Interkontinentalflieger sollen abheben.

Auf fast allen großen Flughäfen sind Beschäftigte der Lufthansa in den Warnstreik getreten. Davon betroffen sind nach Angaben der Airline Fluggäste in Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, München, Köln und Düsseldorf. Die Airline hatte mehr als 670 Flüge gestrichen – nahezu alle mit Zielen in Deutschland und Europa.

Die Lufthansa bemühe sich, zumindest alle Passagiere von Interkontinentalflügen abzufertigen, sagte ein Unternehmenssprecher. Gestreikt wird noch bis Mittag.  

Da der Streik angekündigt war, hätten sich bisher keine größeren Schlangen gebildet, sagte ein Gewerkschaftssprecher. 

Die etwa 33.000 Mitarbeiter aus dem Bereichen Service und Technik wollen im Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Gewerkschaft ver.di mehr Geld erkämpfen. Ver.di fordert 5,2 Prozent mehr Lohn und Kündigungsschutz, die Lufthansa beharrt auf einer Nullrunde. Ein Lufthansa-Sprecher bezeichnete den Warnstreik als "völlig überflüssig und unverhältnismäßig".

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Sehe ich ähnlich

Gerade die Mitarbeiter der Lufthansa bekommen doch im Vergleich zu den Kollegen aus Ihrer Branche noch recht hohe Löhne. Ich gehe mal davon aus, dass das Bodenpersonal von Ryanair, Easyjet, etc. weniger bekommen. Dementsprechend hoch sind dann auch deren Gewinne, wohingegen die Lufthansa schon seit Jahren operativ Verluste einfliegt.

Das soll jetzt kein Plädoyer für Profitmaximierung durch möglichst niedrige Löhne sein. Allerdings hat man bei Scandinavian Airlines, die zur Jahreswende kurz vor der Insolvenz standen, gesehen was passieren kann. Da mussten die Mitarbeiter am Ende auf Gehalt verzichten und länger arbeiten, damit die überhaupt weiterfliegen konnten.

Die Lufthansa ist nun einmal im harten Wettbewerb mit Billig-Airlines und Golf-Airlines. Die Flugpreise kann sie nicht weiter erhöhen, also muss sie an den Kosten schrauben, um in den nächsten Jahren wieder profitabel zu werden.

Mal wieder ! Wieviele Streiks kann sie noch verkraften?

Bis sie ganz am Boden liegt oder sich umorientiert hat .Air Berlin z.B
Aber eher gehen die Bürger pleite als ein halbstaatliches Unternehmen
das wird nur wieder einmal Flugverteuerungen nach sich ziehen die Reisen noch teuerer machen.
Wir sind nicht nur Reiseweltmeister sondern auch Teuerst-Weltmeister für Reisen