GriechenlandAthen verfällt der Wehmut

Sterbende Viertel, verlorene Bewohner: Die Schuldenkrise zerstört Athens Unbeschwertheit und verändert den Charakter der griechischen Hauptstadt. von 

Nikitas Karagiannis blickt auf Europas schönste hässliche Stadt. Der kräftige Mann mit dem kahlen Schädel sitzt auf dem Gestein des Areios Pagos, hoch über der griechischen Hauptstadt. Im Westen verschwindet die Sonne im Meer und taucht den Kalkfelsen und die Akropolis dahinter in orange. Das attische Licht lockt Touristen hierher. Die Krise hat Athen und seine Bewohner verändert, sagt Karagiannis. Besucher spüren davon kaum etwas.

Die Stadt ist ein Hybrid aus Antike und Moderne. Neues grenzt an Altes, Verschleiß und Beständigkeit prägen Athen. Ein Monster aus Beton, Asphalt und Stahl, das sich an die Berghänge im Norden, Osten und Süden drängt. Schön ist die Stadt seit der Militärdiktatur und dem exzessiven Wohnungsbau Ende der sechziger Jahre nie gewesen. "Geglänzt hat Athen ein einziges Mal", sagt Karagiannis, zu den Olympischen Spielen 2004. Dieser Glücksmoment war flüchtig.

Anzeige

Karagiannis ist seit mehr als 15 Jahren als Kulturreporter in Athens Straßen und Gassen unterwegs. Der Grieche ist hier geboren und zur Schule gegangen, hat Kunst und Soziologie studiert. In den achtziger Jahren arbeitete der 53-Jährige als Model, reiste durch Europa. Als Fotograf war er in London und Paris. In Rom verliebte er sich in einen Amerikaner. Es folgten ein paar Jahre in Miami und Los Angeles. Karagiannis hat viel gesehen, Athen holte ihn stets zurück. "Ich liebe die Stadt wegen ihrer Geschichte und den glücklichen Zeiten, die ich hier verbracht habe."

Er erzählt vom kräftigsüßlichen Geruch, den die Pomeranzenbäume im Frühjahr verströmen. Wenn er heute durch Athen läuft, beginnt ihm seine Heimat fremd zu werden.

Die Schuldenkrise hat Athen hart getroffen. Im Zentrum der Stadt zeigt sie sich. Rund um den Omoniaplatz wird offenbar, was auf dem Areios Pagos verborgen bleibt. "Seit sechs oder sieben Jahren zählt dieser Teil Athens zu den gefährlichen Gegenden", sagt Karagiannis. Er ist nicht mehr oft hier. Einheimische warnen Touristen davor, herzukommen, vor allem in der Nacht.

Elend am Omoniaplatz

Nördlich des Platzes blättert Farbe von den Mauern der Wohnhäuser, Kälte und Nässe haben Putz aus den Fassaden geschlagen. Hinter beschmierten Rolläden und zerbeulten Metallgittern ruhen die Hallen einstiger Supermärkte, Boutiquen und Kaufhäuser. Dutzende Läden und Hotels haben dicht gemacht, einige hatten erst zu den Olympischen Spielen eröffnet. Abfall stapelt sich in den Mülltonnen an den Bordsteinen. Auf den Gehwegen haben Händler Tische aufgestellt und verkaufen billige Plastikwaren. Menschen hasten durch die Straßen. Eine Frau hockt auf einer Treppenstufe und bittet um Kleingeld. Sie murmelt vor sich hin.

Die Blüte dieser Gegend begann vor einem Jahrhundert, traditionsreiche Geschäfte eröffneten, die Mieten stiegen. Die Schuldenkrise und Sparprogramme haben diese Ära endgültig beendet. 26 Prozent der Griechen sind arbeitslos, 1,3 Millionen Menschen. Den Jungen fehlt eine Perspektive, mehr als die Hälfte unter 24 Jahren findet keinen Job. Denen, die noch Arbeit haben, wurden die Gehälter um 30, 40 Prozent gekürzt. Das Land spart, das Volk zahlt.

Leserkommentare
  1. Man kann nicht ewig darauf hoffen das der Nachbar die Zeche zahlt.
    Griechenland ist im Grunde an hausgemachten Problemen gescheitert und es wird Zeit sie anzupacken.
    Ein funktionierendes Steuer!Abgabensystem inclusive der Gesetzgebung gehört als erstes aufgebaut.
    Gruß

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    sie vergessen natürlich die Verschlankung des Staates, sodass nicht jeder mehr Beamter ist und nicht jeder seiner Familie irgendweclhe Vorteile zuschranzt.
    Leerer Zeigefingerartikel, der keinen Inhalt bringt.
    Griechenland zeigt, was Beamtenstaaten eben anrichten können.D
    Das Staatsmoloch ist niemals zu bedienen.
    Schön, dass hier mal nicht auf die bösen Banken verwiesen wird , sondern auf den ineffektiven ,gar defekten Staat

    So würde ich das nicht sagen. Die Reichen Griechenlands machen weiterhin Party - die Troika nimmt den ärmeren (und viel größeren) Teil Griechenlands in den Schwitzkasten.

    Der Artikel ist leider dermaßen politisch blind. Ich hätte nicht gedacht, dass nach über fünf Jahren diskutierter Krisenhaftigkeit so etwas möglich ist.

    Resort Wissen hat vielleicht den Fokus sehr auf naturwissenschaftlichem Wissen. Aber trotzdem, so viel stimmungsvolles und sinnloses Tränendrücken ist einfach zu viel. Kein Wunder, dass wieder diejenigen zuerst aus den Löchern sind, die auf den "faulen und korrupten Griechen" rumhacken und nicht sehen, dass sich am System Griechenland gar nichts geändert hat. Die Reichen privatisieren und die Armut wird vergemeinschaftet.

    Nunja. Die zahllosen Opfer sind viel sichtbarer als die Gewinnler. Die Vorhaltungen zigfach eingeübt. Die raffinierten Methoden der Gewinnler sind schwer zu erkennen und werden von sympathisierenden Analysten gerne mal verschwiegen.

    Vielleicht würden sie ja gerne nach Griechenland umziehen? Dann können sie denen mal so richtig zeigen wo es langgeht!

    den Sie da geschrieben haben. Eine kalte Reaktion auf einen Bericht, der das Elend von Menschen zeigt. Die, die dieses Elend verschuldet haben, leben im Luxus. Hier wird von denen berichtet, die sehr wahrscheinlich unschuldig sind. Die verhöhnt man nicht.

  2. In der antiken griechischen Tragödie half oftmals ein Deus ex machina, also ein Gott, der dann mit einer Rampe in die Arena katapultiert daherkam und dann den nicht lösbaren Konflikt der Protagonisten löste.
    Heutzutage steht allerdings der griechischen Bevölkerung, zumindest vorerst kein Euripides zurVerfügung, der den deprimierenden "gordischen Knoten" mittels Deus ex machina löst.
    So wird es wohl z.Z. offensichtlich bei vielen Griechen gesehen, daher dann auch die düstere Stimmung, die sich breitgemacht hat.
    Udo Jürgens, dein Lied vom "griechischen Wein, komm schenk mir ein.." kannst du vorerst für dich behalten.

    • Chali
    • 22. April 2013 11:40 Uhr

    "Die Schuldenkrise zerstört Athens Unbeschwertheit und verändert den Charakter der griechischen Hauptstadt"

    Handelnde Personen sind andere, nämlich die, die "die Schuldenkrise" hantieren. Und dies so, dass u.s. "die Stadt" ihren(?) Charakter ändert
    Gemeint ist wohl, dass ihren Bewohnern jede Hoffnung auf Besserung genommen wurde, von den handelnden Personen?

    In deutschem Namen.Mal wieder: in deutschem Namen.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Haben Sie vergessen, das die Bedingungen nicht nur von Deutschland, sondern auch von der Troika und somit vom IWF, in dem Staaten wie den USA, China usw. als Geldgeber auch etwas zu sagen haben, festgelegt werden ??

    Haben Sie vergessen, dass es auch in der Krise noch sehr viele wohlhabende Griechen gibt, die mehr Steuern zahlen könnten, um das Sozial- und Bildungssystem des Landes zu finanzieren und den Menschen wieder eine Hoffnung zu geben ? Stattdessen werden Wohnungen in London gekauft oder Geld wird in die Schweiz verschoben...

    Ich habe es satt, dass Deutschland pauschal als Sündenbock für die Probleme anderer Euro - Länder missbraucht wird, während die wirklichen Ursachen verschwiegen werden.

  3. >> Das mittlere Vermögen deutscher Haushalte beläuft sich ... auf rund 51.400 Euro netto ... in Griechenland (101.900 Euro) ... , Spanien (182.700 Euro) oder Zypern (266.900 Euro). <<

    Irgendwie will sich kein Mitleid einstellen bei mir.

    Und Wehmut hab ich schon lange, denn so ein Vermögen werde ich mir mein Leben lang auf legale Weise nicht ansparen können, egal wie ich mich anstrenge.

    Willkommen in der Realität, liebe Club Med Bürger.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hairy
    • 22. April 2013 13:13 Uhr

    wie man an der Popularität von Frau Merkel sieht, oder?

    ist nicht das Durchschnittsvermögen im Sinne des arithmetischen Mittels, sondern des Medians.

    Wenn ein mittleres Vermögen von 100 Euro vorliegt, besagt es, dass es oberhalb dieser 100 Euro ebenso viele Vermögenspositionen gibt wie unterhalb dieses Wertes. Der nächste Wert oberhalb 100 könnte 101, aber auch 200 sein.

    Im Übrigen bin ich ziemlich entsetzt über die fehlende Empathie denjenigen gegenüber, die die verordneten Zwangsmaßnahmen der Troika in eine Auswegslosigkeit der Existenz getrieben haben. Der kleine Angestellte des Staates, der zuvor 1500 Euro verdiente, hat nun nur noch 800 Euro zur Verfügung, um seine Familie zu unterhalten, was praktisch unmöglich ist..

    Und welche Verantwortung trägt dieser Angestellte für die Steuerhinterziehungen der Besserverdienenden?

    In Deutschland versteckt sich die Armut eher. Armut wird in den Wohnungen gelebt bis auf ihre Exzesse, die Wohnungslosigkeit.

    In südlichen Ländern, in denen das Leben traditionsgemäß mehr im Freien und öffentlichem Raum stattfindet, sind Depression und desolate Zustände einfach öffentlich eher und deutlicher sichtbar.

    Wenn Kinder in Heimen abgegeben werden, weil die Eltern sie nicht mehr ernähren können, dann ist die Häme "selber schuld" wohl fehl am Platz.

    Eine deutsch-griechische Familie, die in Griechenland wohnt - wir haben sie im letzten Urlaub an der Ostsee kennengelernt - sagte, es sei nur noch schrecklich in ihrem Heimatland.

    Irgendwie hab ich mehr Mitleid mit den Griechen, als mit ihnen...

  4. ... lieber den aktuellen Artikel aus dem Spiegel-Heft zu lesen. Wie schnell die EZB-Studie wieder in den Schubladen verschwunden ist, nach der die Durchschnittsvermögen in den südlichen Ländern viel höher (Zypern sogar 5 mal so hoch), als bei uns sind. Dazu noch die abenteuerlichen Versuche der südlichen Länder, diese Studie runterzurechnen (z.B. sollte berücksichtigt werden, dass die Leute in Deutschland ja keine eigenen Immobilien brauchen, weil Sie ja sehr hohe Rentenansprüche haben etc.).

    Dass die Aufregung und Empörung in den südlichen Ländern teilweise darauf beruht, dass sie nun einfach nur ihre Steuern auf ihre Einkünfte bezahlen sollen!?! Auf Grund der laschen Steuermentalität existiert eine übergroße Schwarzwirtschaft und die Leute konnten übergroße Vermögen anhäufen.
    Und dafür nun unsere Hilfsgelder. Wenn man das alles liest, fällt man vom Stuhl!

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...sondern beruhen auf einem Umlagensystem. Was des einen Rentenanspruch ist, ist des anderes seine Beitragspflicht. Was das Volksvermögen anbelangt ist das ein Nullsummenspiel.

    Ohne weiteres könnten die Südländer auch solche Umlagensysteme mit Generationenvertrag einführen, so wie wir es nach dem Krieg gemacht haben. Ob die Versprechungen eingelöst werden, ist eine andere Frage.

  5. Zeit Online könnte allmählich mit diesen Jammerartikeln über Griechenland aufhören.

    Anstatt dessen könnten die Redakteure den aktuellen Spiegel lesen und feststellen: Der Median des griechischen Privatvermögens ist doppelt (!) so hoch wie die des deutschen Privatvermögens (laut einer EZB-Studie).

    Und....hätten die Griechen als gesamtes Volk ihre Steuern weitgehend korrekt bezahlt und würden es noch tun, gäbe es diese Misere in dieser Art nicht.

    Und auch jetzt ist da die im Artikel beschworene griechische Solidarität offenbar nicht vorhanden. Die Troika hatte den griechischen Staat beauftragt, 2 Mrd.(!) der offenen Steuern einzutreiben, man konnte aber nur 1,1 Mrd. eintreiben.

    Das hat wohl - entsprechend dem Spiegel-Artikel - damit zu tun, dass immer noch sehr viele Griechen es als normal (!) empfinden, keine Steuern zu bezahlen.

    Und dann diese Art von ZON, hier auf die Tränendrüse zu drücken, damit wir uns demütig und widerspruchslos auch noch die letzten Euros herausleiern lassen, das ist peinlich und tendenziös.

    Herr Stockrahm, bitte, bevor Sie weitere entsprechende Artikel verfassen: Lesen Sie den Spiegel!

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Selbst Merkel sah sich genötigt, die wahrthaft unsinnige, schlammwerfende "Studie" der EZB, nicht als relevant zu betrachten. Sie sollten mal auch mit der eigenen Logik an die verschiedenen Zeitungen/Zeitschriften herangehen. Die Südländer haben zu 75% Privateigentum, das ist vor allem kulturell bedingt. Kaum ein Grieche könnte sich vorstellen, seinen Kindern Geld zu vererben, stattdessen wird ein Familienhaus- wohnung z.T. unter großen Anstrengungen und persönlicher Arbeit gebaut/gekauft. Es ist verwunderlich, dass Brüssel zu dieser (nochmals: diffamierenden) EZB-Studie keine Stellung nimmt wo doch noch vor einigen Wochen laut offiziellen EUROSTAT-Daten Griechenland zu den drittärmsten Ländern Europas gehört, in dem inzwischen 30% seiner Einwohner unter der Armutsgrenze leben. Und: eine Immobilie lässt sich leider nach wie vor nicht essen !

  6. sie vergessen natürlich die Verschlankung des Staates, sodass nicht jeder mehr Beamter ist und nicht jeder seiner Familie irgendweclhe Vorteile zuschranzt.
    Leerer Zeigefingerartikel, der keinen Inhalt bringt.
    Griechenland zeigt, was Beamtenstaaten eben anrichten können.D
    Das Staatsmoloch ist niemals zu bedienen.
    Schön, dass hier mal nicht auf die bösen Banken verwiesen wird , sondern auf den ineffektiven ,gar defekten Staat

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Die Party ist vorbei"
  7. Der Artikel ist nicht nichtssagend, sondern ein Stimmungsbild, das wohl zutreffend ist. Die "Referenzperson" Karagiannis betreibt auch keine Schuldzuweisung Richtung Deutschland; wenn überhaupt, weist er auf die Dekandenz und die Mängel des Systems als selbstgemachte Probleme hin. Griechenland fehlen zur Zeit Visionen und Leidenschaft, oder neudeutsch: ein Geschäftsmodell. Es reicht nicht aus, dass in Griechenland vor über 2.000 Jahren einige Menschen Herausragendes gedacht und geschrieben und viele Menschen Großartiges in Politik oder Baukunst geleistet haben. Und es reicht nicht aus, wenn man angesichts der heutigen Tristesse in Lethargie verfällt und des Abends noch einmal schick ausgeht. Was fehlt, ist das ökonomische und politische Handeln nach Vorne, und hier scheint es nach wie vor keine Impulse zu geben. Jedenfalls werden sie im Artikel nicht aufgezeigt. Das ist es, was traurig macht.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wenn man nur die Moralkeuel rausholt und auf die armen Griechen verweist.
    Fakt ist doch: so ein ineffizienter Staat muss scheitern.
    Genau ,dass haben ja die Beamtenparteien, SPD und vor allem Grüne mit ihrer Polititk auch in Dtland vor, um ihr Klientel eben weiter über Gebühr abzusichern.
    Funktionärsstaat. Dafür braucht man keine Steuererhöhungen.
    Die Griechen bräuchten Sie vermutlich .
    Aber , dass dort immer noch alle Beamten im Dienst sind und keine Reform umgesetzt wurde, zeigt ja, dass ihnen nichts an compliance liegt.
    Wer Solidarität einfordert , muss eben auch handeln

    Es gibt einfach keine "Impulse", keinen Aufschwung, nicht das allerkleinste Lichtlein am Ende des Tunnels, ja nicht einmal das Ende des Tunnels. Die Menschen haben resigniert. Man denkt nicht mehr drüber nach, was morgen kommt. Morgen geht es mal wieder zur DEH, darum zu betteln, dass mit einer kleinen Zahlung die Stromkappung etwas hinausgezögert wird, das gleiche gilt für den Wasseranbieter, Miete, etc. Heizöl? Wer sich Heizöl in ausreichender Menge leisten konnte, gilt als vermögend. Der Winter war Gott sei Dank dieses Jahr nicht allzu kalt. Man läuft durch die Straßen und sieht nur noch geschlossene Läden, oder die Aufschrift alles für 10 Euro, wir schließen. Es ist einfach nur deprimierend. Die Politikerkaste hat gnadenlos versagt. Alle Massnahmen treiben das Land nur noch tiefer in die Rezession. Was soll werden? Das frage ich mich jeden Abend, wenn ich unsere Einnahmen zähle, die die Ausgaben nicht annähernd decken.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Athen | Ausländerfeindlichkeit | Griechenland | Miete | Stadt
Service