Morgendliche Überprüfung der Schneekanone in Fellhorn © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Zukunft des Skisports in den bayrischen Alpen ist ungewiss: Auch unter Zuhilfenahme zusätzlicher Schneekanonen können 30 bis 50 Prozent der Skigebiete in 20 Jahren keinen Schnee mehr garantieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Deutschen Alpenvereins, die erstmals die Folgen des Klimawandels für Wintersportgebiete unter Berücksichtigung der künstlichen Beschneiung untersuchte. 

Derzeit ist die Hälfte der untersuchten 46 Regionen während der Wintersaison naturbedingt schneesicher. Die andere Hälfte könne mit Schneekanonen schneesicher gemacht werden. Schon heute gilt das für die Weihnachtssaison aber nur eingeschränkt. In 15 Prozent der Gebiete kann Schnee nicht garantiert werden.

Sollten die Durchschnittstemperaturen langfristig um nur zwei Grad Celsius ansteigen, wären die Folgen gravierend: Natürlich schneesicher wären dann nur noch vier Prozent der Gebiete, künstlich schneesicher nur noch neun Prozent. Die Schneeproduktion müsste verdoppelt bis verdreifacht werden. Selbst mittelfristig, also in einem Zeitraum von 15 bis 25 Jahren, müssten laut Alpenverein die Skigebiete in den bayrischen Alpen rund ein Drittel mehr Schnee produzieren als heute.

Zu den wirtschaftlichen Kosten der gesteigerten Beschneiung kommen die ökologischen Folgen der Nutzung von Schneekanonen. Der Alpenverein forderte deshalb die Landesregierung Bayerns auf, Beschneiungsanlagen nicht weiter zu subventionieren. Stattdessen müssten langfristige Konzepte entwickelt werden, die dem Klimawandel ebenso wie der regionalen Raumplanung gerecht werden. Gerade in niedrig gelegenen Skigebieten müssten alternative Tourismuskonzepte gefunden werden.