Mitarbeiter der Fluggesellschaft Lufthansa haben am frühen Morgen mit dem angekündigten Warnstreik begonnen. Gegen 4 Uhr legte das Bodenpersonal der Fluggesellschaft am Stuttgarter Flughafen die Arbeit nieder. "Hier ist bisher kein Schalter besetzt", sagte Bernd Köster von der Gewerkschaft ver.di. Die Gewerkschaft hatte zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Auf den meisten Flughäfen in Deutschland sollten die Warnstreiks des Bodenpersonals gegen 5 Uhr beginnen. Auch in Frankfurt am Main blieben die Schalter der Lufthansa leer. Die Passagiere hätten sich aber wohl auf den Streik eingerichtet, sagte Gerold Schaub von ver.di. Großer Andrang herrsche nicht.

Bundesweit soll im Laufe des Tages kaum ein Lufthansa-Flugzeug starten können. Von insgesamt 1.720 geplanten Abflügen in Deutschland werden nur 32 durchgeführt, teilte das Unternehmen bereits am Samstag mit. Besonders betroffen sind die Deutschland- und Europa-Verbindungen.

Ver.di fordert 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33.000 Techniker und Serviceleute von Lufthansa. Die Fluggesellschaft hatte ein von Geschäftsfeldern und erfolgsabhängiges Vergütungsmodell angeboten. Über einen Zeitraum von 29 Monaten kämen einzelne Berufsgruppen auf eine Steigerung von mehr als drei Prozent, sagte Personalvorstand Lauer. Jobgarantien macht Lufthansa beispielsweise von längeren Arbeitszeiten abhängig.

Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen. Am 21. März waren bei einem kürzeren Warnstreik bundesweit 700 Flüge ausgefallen. Die nächste Verhandlung zwischen den Tarifparteien steht Ende April an.