WasserqualitätDeutsche Badegewässer gehören zu den saubersten Europas

Fast 90 Prozent der Badestellen in Deutschland haben eine exzellente Wasserqualität. Europaweit schneidet das Mittelmeer aber deutlich besser ab als Nord- und Ostsee.

Deutschland gehört in Europa zu den Ländern mit den saubersten Badegewässern. An deutschen Küsten bekamen fast vier von fünf Badestellen das Gütesiegel "exzellent", geht aus dem Bericht über die Qualität der europäischen Badegewässer hervor. Bei Deutschlands Binnengewässern war die Wasserqualität an fast neun von zehn Stellen sehr gut.  

Die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur testeten die Qualität von rund 2.300 Badegewässern in Deutschland. 88 Prozent erhielten die Bestnote, weitere sieben Prozent waren dem Bericht zufolge noch ausreichend sauber. Die deutschen Nord- und Ostseestrände erhielten zu 79,5 Prozent die Bestbewertung. Im europaweiten Schnitt fällt die Qualität im Mittelmeer aber deutlich besser aus als in Nord- und Ostsee.

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Deutschlandweit fielen 18 Gewässer durch, acht davon mussten sogar gesperrt werden. Laut Kommission sei dies im Einzelnen nicht zwingend auf Verunreinigungen zurückzuführen, sondern auch auf Baustellen oder andere Gefahren und Umstände.

Qualität europaweit verbessert

Die Studie ergab europaweit ein überwiegend positives Bild der Wasserqualität. In den 27 EU-Ländern haben mehr als drei von vier Badegewässern eine ausgezeichnete Wasserqualität. Insgesamt wurden rund 21.000 Badestellen an Seen, Flüssen und Meeren in der EU untersucht. Die Tester bewerteten 94 Prozent der Gewässer als ausreichend sauber, davon erhielten 78 Prozent die Bestnote. Die Proben wurden unter anderem auf Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittel und giftige Säuren untersucht.

Der Umweltagentur zufolge hat sich die Wasserqualität im EU-Raum in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Demnach erfüllten in den frühen Neunzigern nur etwa 60 Prozent der Gewässer die Höchststandards gegenüber 78 Prozent im Jahr 2012. Der Anteil der Badegewässer, die Mindestanforderungen erfüllen, stieg demnach von 70 auf 94 Prozent. Allerdings sind die Beurteilungssysteme in den EU-Ländern noch nicht alle auf demselben Niveau, sodass die Angaben nicht immer direkt vergleichbar sind.

Noch besser als Deutschland bewertete die Europäische Umweltagentur lediglich Zypern, Luxemburg, Malta, Kroatien und Griechenland, wo die Wasserqualität in 95 bis hundert Prozent der getesteten Gewässer Bestnoten erhielt. Am schlechtesten fällt die Bewertung für Belgien aus, wo zwölf Prozent der Badegewässer im Test durchfielen. In den Niederlanden erfüllten sieben Prozent, in Großbritannien sechs Prozent der Gewässer nicht die Mindestanforderungen. 

Zwischen Küsten- und Binnengewässern weichen die Ergebnisse in der Untersuchung voneinander ab: 72 Prozent der Seen und Flüsse in der EU erhielten die Bewertung ausgezeichnet, bei den Meeren sind es 81 Prozent.   

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Leserkommentare
  1. Dabei wurde die Messlatte für den Gewässerzustand sehr hoch gelegt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, tis
  • Schlagworte Qualität | See | Wasserqualität | Belgien | Griechenland | Großbritannien
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