Der Deichbruch bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt hat zahlreiche Ausfälle und Verspätungen m Zugverkehr der Deutschen Bahn verursacht. In der Nacht sperrten die Behörden die Eisenbahn-Elbebrücke in Hämerten nahe Stendal. Damit sind die ICE-Hauptverbindungen von Frankfurt am Main nach Berlin und von Hannover nach Berlin unterbrochen.

Die Züge fallen aus oder werden umgeleitet, die Rede ist von stundenlangen Verspätungen. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist die Dauer der Sperrungen nicht absehbar und hängt mit der Entwicklung des Hochwassers zusammen.

Die Züge der Strecke Berlin-Hannover-Köln werden über Wittenberge umgeleitet. Gerade auf dieser Hauptstrecke nach Hamburg ist die Umleitung mit großen Verspätungen verbunden. Die Züge der Strecke Berlin-Kassel-Frankfurt/Main fahren nun über Dessau, Halle an der Saale und Gerstungen. Die Haltepunkte Wolfsburg, Braunschweig, Hildesheim, Göttingen und Kassel-Wilhelmshöhe entfallen.

Der IC von Amsterdam Richtung Berlin fährt nur bis Hannover. Im Regionalverkehr entfallen alle Verbindungen zwischen Rathenow und Stendal. Aufgrund des Hochwassers gibt es keinen Busnotverkehr. Im Bereich um Fischbeck sind Abschnitte der Bundesstraßen 107 und 188 gesperrt.

Die Bahn informiert online über aktuelle Ausfälle und Verspätungen. Fahrplaninformationen können außerdem über eine kostenlose Servicehotline abgerufen werden.

Der Deich in Fischbeck war gegen Mitternacht auf einer Länge von rund 50 Metern gebrochen. Mehr als 1.000 Menschen im Landkreis Stendal wurden aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. An der Grenze zu Brandenburg versuchen Helfer, einen Notdeich zu errichten.