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Lust auf fika? So heißt Kaffeepause auf Schwedisch. Apps, nicht nur zum Übersetzen, und andere Tipps zur Vorbereitung eines Schwedentrips hat Eike Kühl gesammelt. von 

Fika auf Schwedisch. Am besten mit kanelbulle.

Fika auf Schwedisch. Am besten mit kanelbulle.   |  © Jule Müller/flickr/goStockholmGoeteborg

Stockholm wird zwar gerne das Venedig des Nordens genannt, doch abgesehen von seinen Inseln und Brücken hat die schwedische Hauptstadt nur wenig  mit Venedig gemeinsam. Ganz gleich ob in den alternativen Cafés in Södermalm, bei einem Restaurantbesuch im wohlhabenden Östermalm, einer Führung durch die engen Gassen der Altstadt Gamla Stan oder einem Spaziergang durch den Naturpark Djurgården: In Stockholm trifft nordische Entspanntheit auf hohe Lebensqualität.

Sie planen eine Reise nach Stockholm? Wir stellen einige der besten Adressen im Netz vor: Bilder und Videos zur Einstimmung, hilfreiche Apps für die Planung und Orientierung vor Ort, Reiseführer mit praktischen Tipps und Blogs mit persönlichen Geschichten und Empfehlungen in und um Stockholm.

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Apps

Eines der wichtigsten schwedischen Wörter klingt in deutschen Ohren etwas anrüchig: fika. Aber nicht irritieren lassen. Wie die Siesta in Spanien und die Teatime in England gehört die Kaffeepause in Schweden zum guten Stil. Am besten kredenzt mit einer frischen bulle. Wer sich schon vor der Reise mit den wichtigsten Wörtern vertraut machen möchte, sollte einen Blick auf den Sprachtrainer Babbel werfen (für iOS und Android, kostenlos). Die App bietet nicht nur ein kleines Vokabular, sondern liefert die richtige Sprachausgabe gleich mit.

Die wichtigsten Phrasen kennt auch der Reiseplaner von Triposo (iOS und Android, kostenlos). Die sehr übersichtlich gestaltete App bietet zudem noch das aktuelle Wetter, einen Währungsrechner, Hinweise zu Botschaften, Apotheken und Banken sowie eine brauchbare Offline-Karte mit Restaurant- und Shopping-Tipps an. Wem das noch nicht reicht, der findet in der App von mTrip (iOS und Android, 3,99 Euro) noch die Möglichkeit für personalisierte Stadtrundgänge und Tagebuchfunktionen.

Keine App, aber ebenfalls fürs Smartphone gedacht ist der Audioguide Talk of the Town. Für insgesamt 56 Sehenswürdigkeiten gibt es jeweils knapp dreiminütige Informationen (auch auf Deutsch) für alle Reisende, die am liebsten auf eigene Faust die Stadt erkunden. Mit knapp 13 Euro ist er aber auch kein Schnäppchen. Für Nicht-Fußgänger weiß die App STHLM Traveling (Android, kostenlos) über die aktuellen Bus- und Bahnfahrpläne Bescheid.

Magazine und Reiseführer

Aktuelle regionale und überregionale Nachrichten stehen auf den Websites der Zeitungen Dagens Nyheter, Dagbladet, sowie dem Stadtmagazin Metro. Wer kein Schwedisch spricht, muss sich vor allem auf Online-Publikationen verlassen. Der schwedische Ableger von The Local etwa unterhält  nicht nur das größte englischsprachige Schwedenforum, sondern auch jede Menge Restaurant- und Ausgehtipps.

Einen stärkeren Fokus auf Kultur hat das englischsprachige Onlinemagazin Totally Stockholm. Die Redaktion hat sich spezialisiert auf Veranstaltungstipps für Freunde von Kunst, Film und Musik. Alle zwei Monate erscheint zudem ein kleines Magazin als PDF.

So mancher Tipp schlummert auf der Themenseite des Guardian, vor allem unter den Lesertipps. Weitere Anregungen finden sich in den Reiseführern der New York Times, vonNational Geographic und dem Lonely Planet.  Für die Süddeutsche Zeitung stellt Schweden-Korrespondent Gunnar Herrmann seine persönlichen Tipps vor, die Wanderung über die Dächer Stockholms aber ist nicht dabei.

Essen und Ausgehen

Die schwedische Hauptstadt ist teuer, zumindest was Essen und Übernachtung angeht. Dass man aber für Kultur nicht immer viel Geld ausgeben muss, beweist die Website Gratis i Stockholm. Hier finden Reisende kostenlose oder günstige Veranstaltungen, etwa Gratis-Konzerte in Kneipen, Straßenfeste oder Flohmärkte. Kunst für umsonst gibt es auch in der historischen Altstadt Gamla Stan: Old Town Stockholm stellt die vielen kleinen Statuen und Details in den verwinkelten Gassen vor.

Nichts für Sightseeing-Junkies sind die Tipps auf Slow Travel Stockholm. Wie der Name schon sagt, hat sich die Seite einer Reisebewegung verpflichtet, die auf "weniger ist mehr" basiert: Nicht alles angucken, stattdessen die Stadt auf sich wirken lassen. Etwa bei einer literarischen Tour durch Stieg Larssons Stockholm. Wem das nicht genügt, findet auf design*sponge noch viele Ausgehtipps  nach Stadtteilen gelistet.

Lisa Love ist in Schweden aufgewachsen, lebt aber inzwischen in den USA. Für ihre Website Stockholm4Kids reist sie mehrmals jährlich zurück, um neue Erfahrungen für Familienreisende zu machen. Für die LBGT-Community bietet die offizielle Website der Stadt eigene Empfehlungen an.

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