Campen in FrankreichAlle auf einer Wellenlänge

Kleine Hütten, hohe Wellen vor der Tür und nette Nachbarn: Gute Bedingungen für einen Familientrip findet man auf einem Campingplatz an der französischen Atlantikküste. von Kerstin Walker

Frankreich Reise Pagotel

Die Kinder basteln vor einer der Pagotel genannten Holzhütten.  |  © Kerstin Walker

"Entschuldigung, liebe Nacktschnecke!", ruft Lynn, sechs, meine Jüngste. Sie kurvt in letzter Sekunde einen Bogen um das glänzende Kriechtier, das mit seinen Artgenossen den schmalen Radweg vor uns bevölkert. Meine Töchter Skye, zwölf, Lynn und ich machen eine Fahrradtour durch den tiefgrünen Pinienwald, der Vielle-Saint-Girons wie ein kuschliger Pullover umfängt.

Unser Ziel ist Les Tourterelles, unser Campingplatz, dessen Name übrigens übersetzt die Turteltauben bedeutet. Geturtelt wird etwa eine Autostunde südlich von Bordeaux, in einem quirligen Durcheinander von Blockhütten, Zelten und Wohnmobilen.

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Es ist warm, aber nicht heiß. Ein kleiner Rest Nieselregen vom Morgen glitzert auf den Blättern. Der raue Küstenstreifen zwischen Biarritz und Bordeaux steckt voller Erinnerungen, die sich jeden Tag wie ein Film vor meinen Augen abspielen.

Kerstin Walker
Kerstin Walker

Kerstin Walker lebt als freie Journalistin in Hamburg. Über Erlebtes rund um Reisen und Lifestyle berichtet sie für das Blog FashionCampus.

Mit 19, nach bestandenem Abi, tingelte ich mit meinen Freundinnen Anne und Petra per Interrail von Biarritz die Küste hinauf. Einmal übernachteten wir in der kleinen Küstenstadt verbotenerweise am Strand, gleich neben der Promenade: "Dormir à la plage, c’est interdit, mademoiselles!" schnauzte am Morgen ein grimmiger gendarme. Wir rollten die Schlafsäcke auf und trollten uns wie Vagabunden. Damals atmete ich zum allerersten Mal diesen tollen herben Pinienduft. Ein Aroma, das süchtig macht.

Jahre später, hochschwanger mit Lynn, fuhr ich mit meinem Mann und der sechsjährigen Skye im VW-Bus wieder an den Atlantik. Wir jagten die perfekte Welle und betrieben Campingplatz-Hopping. Mein Liebster ist nämlich passionierter Surfer.

Bloß in diesem, meinem dritten Frankreichsommer, ist auf einmal alles anders. Viel entspannter und ruhiger. Wir wollen Freiheit schnuppern, aber bitte in der richtigen Dosierung. Denn ich musste meiner Ältesten, die sonst für jedes Abenteuer zu haben ist, versprechen, auf keinen Fall am Strand zu übernachten. Auf viel Getingel von einem Campingplatz zum nächsten hat ebenfalls keiner von uns so richtig Lust. Deshalb wählen wir als Herberge auf dem Campingplatz eine kleine Holzhütte unter Pinien, wo sonst.

Freunde schwärmen seit Jahren von Les Tourterelles. Sie fahren die rund eineinhalbtausend Kilometer aus dem Norden der Republik nach St. Girons mit großen Wohnmobilen. Schwerfälligen, aber sehr gemütlichen Dickschiffen mit Schlafalkoven, Küche, Dusche und WC, in denen es sich wie Gott in Frankreich leben lässt. Bloß wir besitzen keins, deshalb muss eine Lösung wie die gemietete Holzhütte her.

Pagotels, so heißen diese Hütten, sind eigentlich Zwei-Raum-Wohnungen mit Veranda und Spitzdach. Ich finde, unsere hat mit einem Hotel so viel gemeinsam wie ein Brötchen mit einem Baguette. Neben den coolen, surfbrettbeladenen Wohnmobilen und Hippiebussen unserer Freunde kommt sie mir fast ein bisschen spießig vor.

Dafür besitzt Le Pagotel eine eigene rosafarbene Nasszelle, die zwar von sechsbeinigen, recht großen Krabbeltieren geschätzt wird, doch mich stört’s nicht. Skye murrt "ich dusche hier nicht", und verzieht sich zum Waschen in die angegilbte, aber vermeintlich tierfreie Gemeinschaftsdusche neben dem Volleyballfeld. Doch mir genügt der Anblick vorbeiziehender Platznachbarn mit Kulturbeutel und Klorolle, um jeden Tag dankbar für das eigene Bad zu sein.

Am meisten freue ich mich über unsere bezaubernde Holzveranda, von Lynn mit selbst gepflückten Blumen und Muscheln dekoriert. Und das Beste: Das Meer ist in Hörweite, unsere Freunde auch.

Leserkommentare
  1. Alors, … die Reisereportage besteht größtenteils aus Sätzen, die man so oder zumindest ähnlich zigmal gelesen hat. Einfache Beschreibung des Campingalltags. Wenig Finesse und Witz. [...] Kerstin Walker findet man nicht im Redaktionsteam von fashion-campus
    (http://fashioncampus.marcotozzi.com/•-die-redaktion-2/). Im Impressum steht ihr Name für die "Stellvertretende Redaktionsleitung". Der Blog gehört übrigens der Wendel GmbH & Co KG
 Schuhproduktion International …

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jk

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    zum Redaktionsteam gehört ? Ich lese da oben sie schreibt für den Blog fashion campus. Ich habe mindestens 5 Berichte von Ihr auf dem Blog gelesen. Scheint also zu stimmen was als Angabe zu Ihr steht. Da ich selbst sehr oft am französischen Atlantik bin konnte ich die von Frau Walker beschriebene Stimmung sehr gut nachvollziehen. Vielleicht ein Anreiz sich auch mal die Gegend nördlich von Biarritz anzusehen.

    [...]
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/jk

  2. zum Redaktionsteam gehört ? Ich lese da oben sie schreibt für den Blog fashion campus. Ich habe mindestens 5 Berichte von Ihr auf dem Blog gelesen. Scheint also zu stimmen was als Angabe zu Ihr steht. Da ich selbst sehr oft am französischen Atlantik bin konnte ich die von Frau Walker beschriebene Stimmung sehr gut nachvollziehen. Vielleicht ein Anreiz sich auch mal die Gegend nördlich von Biarritz anzusehen.

    [...]
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/jk

    Antwort auf "Moyenne ..."
  3. Auch mich zieht es seit Jahren immer wieder an die französiche Atlantikküste. Kenne die Gegend etwas nördlicher zwischen Gironde und Bassin d'Arcachon. Auch dort gibt es herliche Pinienwälder und Strände mit surfbaren Wellen.

    Die Sehenwürdigkeiten in der Region sind Arcachon mit der nah gelegenen Dune de Pilat (höchste Wanderdüne in Europa) und den vorgelagerten Sandbänken.
    "Gegenüber" auf der anderen Seite der der Bassin Mündung liegt Cap Ferret dessen Leuchtturm kaum zu übersehen ist.

    Für die Surfer ist Lacanau Ocean durch aus interessant. Dies liegt ca. 40km nördlich von Cap Ferret. Dort findet einmal jährlich ein Surfwettbewerb (Soöruz) statt, hier gibt es auch für die weniger Surf-Begabten etwas zu sehen.

    Für mich ist die französiche Atlantikküste eine der schönsten Regionen in Europa.

    Eine Leserempfehlung
  4. Nun ich habe unweit von Lacanau gelebt und kann nur sagen es lohnt. Wein, nicht aus dem Supermarkt, vom kleinen Haendler, die Maerkte, Kaese, hie und da was modisches, es hat was und tut gut. Ich segele, lohnt auch....das per Boot zu erkunden. Tut es einfach

  5. Wir erfahren von der "Jüngsten" (Lynn) und der "Ältesten" ("Skye").
    Was macht denn die/der "Mittlere"? Oder ist uns Positiv-Komparativ-Superlativ entglitten? (Nicht übel nehmen... ;-)
    Der Bericht ließ mich direkt nach Wohnmobil-Verleihs schauen...
    Habe soeben einen ähnlichen Urlaub in Schweden erlebt. So muss das. Elche!

  6. Denn der Plural von Mademoiselle lautet Mesdemoiselles.
    Wenn man schon französische Wortfetzen einstreut, um ein bisschen Originalität oder was auch immer vorzutäuschen, sollte es wenigstens sprachlich richtig sein.
    Der ganze Text liest sich schon ein bisschen sehr „durchkonstruiert“.Und auch „cruisen“ und „chillen“ wirken eher störend.
    Dem ersten Kommentator muss ich insofern Recht geben, als man das Gefühl hat, solche „Reisereportagen“ schon unzählige Male in BRIGITTE, FÜR SIE oder ähnlichen Blättern gelesen zu haben.
    Vielleicht schreibt Frau Walker ja auch dort?
    Wem’s gefällt…..

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  • Schlagworte Frankreich | Campingplatz | Biarritz | Bordeaux
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