Die Deutsche Bahn erhöht an diesem Sonntag die Fahrpreise: Fahrkarten im Nahverkehr verteuern sich im Schnitt um 2,9 Prozent, im Fernverkehr steigen die Preise für Normalfahrkarten um 2,5 Prozent.

Preiserhöhungen gibt es aber nicht auf allen Strecken. Ausgenommen ist beispielsweise die Verbindung von Berlin nach Köln und Düsseldorf. Dort sorgten monatelang Umleitungen infolge von Hochwasserschäden für längere Fahrzeiten. Zeitkarten für Pendler – also Wochen-, Monats- und Jahrestickets – und Sparpreis-Tickets werden nicht teurer.

Im Nahverkehr reisen Kunden häufig mit Pauschaltickets günstiger, vor allem bei längeren Reisen und in Gruppen. Das Schönes-Wochenende-Ticket kostet ab Dezember 44 Euro und damit zwei Euro mehr als bislang. Beim Quer-durchs-Land-Ticket bleibt zwar der Grundpreis gleich, für jeden zusätzlichen Mitfahrer sind aber jeweils zwei Euro mehr als bislang fällig. Einige Ländertickets kosten künftig einen Euro mehr.

Auch für Bahncards müssen die Kunden teilweise mehr bezahlen. Der Preis für die reguläre Bahncard 25 zweiter Klasse steigt um einen Euro auf 62 Euro, für die Bahncard 50 um sechs Euro auf 255 Euro. Die ermäßigten Bahncards für Jugendliche, Studenten und Senioren bleiben im Preis gleich. Auch die Bahncard 100 wird nicht teurer.

Für Reservierungen erhöht die Bahn den Preis um 50 Cent auf 4,50 Euro. Wer erst im Fernverkehrszug sein Ticket kauft, muss fortan pauschal einen Aufpreis von 7,50 Euro zahlen. Die Deutsche Bahn begründet die Preiserhöhungen damit, dass höhere Personal- und Stromkosten aufgefangen werden müssten. Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan der Bahn.