Israels Hauptstadt Tel Aviv © Jack Guez/AFP/Getty Images

Zahlreiche Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen nach Tel Aviv eingestellt. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken, weil eine Rakete in der Nähe des Flughafens Ben Gurion eingeschlagen war. Die Lufthansa stoppte wegen der angespannten Sicherheitslage für die kommenden 36 Stunden sämtliche Flüge in die Stadt, sagte ein Unternehmenssprecher ZEIT ONLINE. Davon betroffen seien auch Verbindungen aus Österreich und der Schweiz.

Die Entscheidung gelte für alle Flüge von Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Swiss, hieß es weiter. Die Fluglinien des Konzerns fliegen aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien – abhängig vom Wochentag – zwischen sieben und zehn Mal pro Tag nach Tel Aviv.

Auch Air France, Air Berlin und KLM sagten bis auf Weiteres alle Flüge nach Tel Aviv ab. Zuvor hatte bereits die US-Luftfahrtbehörde den amerikanischen Fluggesellschaften wegen des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen verboten, den Flughafen Ben Gurion anzufliegen.

Einzelne US-Fluggesellschaften hatten ihre Verbindungen nach Israel zu dem Zeitpunkt bereits eingestellt. Der internationale Flughafen Ben Gurion werde "bis auf Weiteres" nicht mehr angeflogen, teilte Delta mit. Auch US-Airways strich einen Flug in die Stadt. Auf der Website des Unternehmens wird zur Begründung auf einen Reisehinweis zu Tel Aviv verwiesen. Ein Flugzeug von Delta mit 290 Menschen an Bord musste am Dienstag schon umkehren und auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulles ausweichen.

British Airways will vorerst an den geplanten Flügen festhalten. Das Unternehmen fliegt zweimal täglich nach Tel Aviv. Der israelische Verkehrsminister Israel Katz sagte, der Flughafen dort sei für Starts und Landungen sicher. Es gebe im Hinblick auf Maschinen und Passagiere keine Bedenken. "Es gibt für US-Gesellschaften keinen Grund, ihre Flüge abzusagen und so Terrorismus zu belohnen."

Die radikale Hamas feuert seit zwei Wochen aus dem Gazastreifen Raketen auf Ziele in Israel ab. Die israelische Armee reagierte zunächst mit Luftangriffen und startete vergangenen Donnerstag auch eine Bodenoffensive.