Die Plattform Airbnb darf in San Francisco, ihrer Heimatstadt, legal Zimmer, Betten und Wohnungen vermitteln. Das hat der Rat der Stadt beschlossen. Es gibt allerdings Einschränkungen. Private Anbieter dürfen Wohnungen etwa nur noch 90 Tage pro Jahr vermitteln, an denen sie selbst nicht anwesend sind.

Airbnb vermittelt in mehr als 30.000 Städten und 190 Ländern Unterkünfte; zu den Anbietern gehören Privatleute, die Zimmer kurzfristig untervermieten, aber auch Anbieter, die Ferienwohnungen einstellen, die nie privat genutzt werden. Damit wird vielen Städten Wohnraum entzogen. Auch in San Francisco war und ist diese "Hotelisierung", wie es Ratspräsident David Chiu nannte, Gegenstand von Debatten.

"Wir wissen, dass der Status quo nicht mehr funktioniert", wurde Chiu zitiert. Es habe "eine Explosion" bei der Vermietung von Privatwohnungen gegeben. Man könne zugleich verhindern, dass Privatwohnungen zu Hotels werden, und Kurzzeitvermietungen zulassen, sagte er, nachdem der Rat die ab Februar geltende Regelung beschlossen hatte. Der Legalisierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen.

Zu den Einschränkungen, die der Rat beschlossen hat, gehört neben der 90-Tage-Regel auch, dass sich Vermieter in ein neues Stadtregister eintragen lassen müssen. Dafür soll eine Gebühr von 50 US-Dollar anfallen. Außerdem müssen Hotelsteuern bezahlt werden.

Die Regelung betrifft nicht nur Airbnb, sondern auch konkurrierende Unternehmen. Während bei Airbnb in San Francisco laut San Francisco Chronicle auch viele Zimmer angeboten werden, bietet etwa HomeAway, zum Beispiel über VRBO, vorrangig Ferienwohnungen an. Laut Medienberichten kritisierte HomeAway, die Regelung sei "auf Airbnb zugeschnitten". Die Auflage, eine Bleibe nur 90 Tage pro Jahr unterzuvermieten, wenn man nicht selbst anwesend ist, treffe Anbieter ganzer Wohnungen stärker.