Aus Angst vor Ebola hat Mexiko einem Kreuzfahrtschiff verboten, nahe dem Badeort Cancún anzulegen. Der geplante Zwischenstopp habe wegen der Entscheidung der mexikanischen Behörden ausfallen müssen, teilte das Unternehmen Carnival Cruise Lines mit.

An Bord der Carnival Magic befindet sich eine Frau, die als Krankenhausangestellte in den USA mit Ebola-Proben in Kontakt gekommen sein soll. Sie hatte in der Klinik Texas Health Presbyterian gearbeitet, wo der mittlerweile verstorbene Ebola-Patient Thomas Eric Duncan behandelt worden war. Die Frau wurde in Quarantäne geschickt.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, sagte, dass die Frau zuletzt vor 19 Tagen mit Ebola-Viren hätte in Kontakt kommen können. Die Inkubationszeit beträgt 21 Tage. Die USA hatten sich bemüht, die Frau und ihren Mann auszufliegen, bevor die Kreuzfahrt endete.

Trotz eines Telefonats mit US-Außenminister John Kerry wies der Premierminister von Belize, Dean Barrow, an, dass die Frau nicht in das Land reisen dürfe. Die Carnival Magic wollte dort am Donnerstag landen. 

Das Schiff hatte zuletzt am 15. Oktober in Honduras festgemacht. Es werde nun direkt in die USA zurückkehren und soll am Sonntag den Hafen Galveston im Bundesstaat Texas erreichen, kündigte Carnival Cruise Lines an.