In unserer Serie beantworten Vielreisende und Reiseexperten in zehn Fragen, wie sie am liebsten unterwegs sind. Heute: Katharina Jacobs und Henryk Berlet, die auf ihrem Reiseblog Out Of Office unter anderem über ihre Weltreise berichten.

1. Das Reiseziel: Wohin soll es gehen?

Für uns ist das Reisen in erster Linie eine bewusste Auszeit von der alltäglichen Arbeitsroutine. Daher ist es wichtig, dass die Reisen abwechslungsreich sind und gleichzeitig der Seele gut tun. Häufig führen uns die Trips dann zu eher abgelegenen Orten und in die Natur, wie zum Beispiel in die marokkanische Sahara oder mit Hundeschlitten durch Norwegen. Aber genauso schön kann ein Wochenende im Spreewald oder der spontane Kurztrip nach Kopenhagen sein. Wir organisieren fast alle unsere Reisen online. Lediglich bei der Buchung des Around-the-World-Tickets für eine Weltreise im letzten Jahr hatten wir Hilfe von einer Reiseagentur, da es doch einiges zu beachten galt, um das Meilenkontingent und die Verbindungen bestmöglich auszunutzen.

2. Das Internet: Welche Buchungsportale, Apps, Reiseblogs?

Die Flüge buchen wir fast immer auf den Websites der Airlines. Zum Preisvergleich im Vorfeld ist die Smartphone-App Skyscanner eine gute erste Anlaufstelle. Wenn wir dann unterwegs sind und kurzfristig eine Unterkunft benötigen, suchen wir meist auf einem der großen Portale wie Booking.com, da die Auswahl wirklich umfangreich ist und man in der Regel immer etwas Passendes findet. Dort fallen auch keine zusätzlichen Gebühren für Kreditkartenzahlungen im Ausland an, wie bei manch anderen Hotel-Portalen. Wenn es mal eine eher außergewöhnliche Unterkunft sein soll, schauen wir auf der Website von Greatsmallhotels. Das ist eine Website speziell für kleine Boutiquehotels. Die sind allerdings häufig Luxusklasse-Hotels und entsprechend teuer, daher fragen wir direkt beim Hotel an und erkundigen uns nach Special Deals.

3. Die Vorbereitung: Reiseführer, Wikipedia oder Diaabende bei Freunden?

Anregungen für einzelne Länder holen wir uns auf Blogs wie Reisedepeschen oder WeltenbummlerMag. Beide Blogs sind keine typischen Info-Websites mit Routenvorschlägen und Hotelempfehlungen, sondern erzählen vielmehr Geschichten und Anekdoten aus den bereisten Ländern. Das lässt Luft für eigene Ideen und macht gleichzeitig neugierig auf mehr. Der Austausch mit Freunden und reiselustigen Gleichgesinnten ist in jedem Fall hilfreich – wobei wir gelernt haben, dass Geschmäcker sehr unterschiedlich sein können und manch eine Empfehlung der totale Reinfall war. Gehört aber dazu! Reiseführer haben wir inzwischen nur noch selten dabei.

4. Vor Reiseantritt: Was muss dringend noch erledigt werden?

Katharina ist Expertin für To-Do-Listen und hat vor unserer Weltreise im vergangenen Jahr die wohl umfangreichste Liste aller Zeiten erstellt. Die gibt es auch auf unserem Blog zum Download. Wenn man in sechs Monaten durch 11 Länder und unterschiedliche Klimazonen reist, ist der Aufwand in der Vorbereitung einfach immens groß. Die Website des Auswärtigen Amts war dabei sehr hilfreich. Sie gibt umfassend Auskunft über aktuelle Visa-Bestimmungen und Impf-Empfehlungen. Inzwischen sind wir routiniert in der Vorbereitung unserer Reisen, insbesondere was das optimierte Packen und das notwendige Equipment für unterschiedliche Trips angeht – ob alpine Wanderung, Surfurlaub oder Roadtrip. Grundsätzlich gilt: Je kleiner der Rucksack oder die Tasche, desto weniger unnötige Dinge schleppt man mit.

5. Das Fortbewegungsmittel: Flugzeug, Zug, Auto oder Pferdekutsche?

Am liebsten: Alles! Abwechslung ermöglicht viele neue Perspektiven, aus denen man ein Land betrachten und entdecken kann. Klar, wir sind Vielflieger. Häufig ist das Flugzeug die erste Wahl, wenn man an entlegene Orte gelangen will. Schiff, Zug oder auch Fernbus sind dann aber oft schöne Optionen, um das Land selbst zu entdecken. In Südamerika z.B. gibt es ein großartiges und sehr komfortables Fernbus-Netz. Eine bequeme und günstige Alternative zu teuren Inlandsflügen. Netter Nebeneffekt: Man lernt unterwegs viele interessante Menschen kennen. Ein eigenes Auto bietet nach wie vor natürlich die größtmögliche Freiheit und Flexibilität, wenn man unterwegs ist. In Berlin haben wir einen alten VW-Bus und nutzen diesen vor allem für spontane Trips nach Feierabend oder an den Wochenenden.