unterwegs Cabo Verde – die Entdeckung im Atlantik
Die Kapverdischen Inseln - wo liegen die eigentlich? Wie sieht es denn dort aus? Was gibt es auf dem Archipel zu essen? Sprechen die Menschen afrikanisch? Wer hätte gedacht, dass man in etwa fünf Flugstunden von Deutschland aus noch unbekanntes Terrain kennen lernen und entdecken kann?
Das kleine Land südlich der Kanaren hat einiges zu bieten. Sowohl Wanderer, Naturliebhaber als auch Kulturinteressierte und Sonnenanbeter kommen hier auf ihre Kosten.
Die Kapverdischen Inseln liegen mutterseelenallein mitten im Atlantik vor der Küste Senegals. Einst lebte hier niemand, bis portugiesische Seefahrer die Inselgruppe vor mehr als 500 Jahren entdeckten und später bevölkerten. Sie wurden damals dem Portugiesen Don Fernando zuerkannt und somit zur ersten europäischen Kolonie in Übersee. Schon 1460 wurde die Cidade da Ribeira Grande auf Santiago (der heutige Ort Cidade Velha) als erste europäische Stadt in den Tropen gegründet. Die ersten Siedler kamen 1461. Die meisten Bewohner kamen jedoch unfreiwillig, denn es waren Sklaven vor allem aus Westafrika und Lateinamerika, die von hier aus ihre weite Reise zu ihren Besitzern in Europa oder auch in Nordamerika antraten. Die damalige Hauptstadt der Kolonie brachte dem portugiesischen Reich fast so hohe Steuereinnahmen wie Lissabon. Seefahrer und Piraten à la Francis Drake tummelten sich in den Gewässern.
Doch auch diese Epoche ging glücklicherweise zu Ende. Seit 30 Jahren ist Cabo Verde erstmals in seiner Geschichte selbständig. Das junge Land imponiert ganz besonders durch seine überaus gastfreundlichen und offenen Menschen. Die multikulturelle Vergangenheit hat die Bewohner mit einer ungeheueren Toleranz ausgestattet - das katholische Land gilt politisch und religiös als vollkommen sicher.
Auf den neun bewohnten Inseln leben etwa 450.000 Menschen vor allem von der Landwirtschaft, vom Fischfang und von ihren emigrierten Verwandten in Übersee. Traditionelle Musik ist sehr populär und fester Bestandteil des Alltags der Kapverdianer. Ihre Ursprünge stammen aus Portugal, aber auch aus Brasilien und Afrika. Es gibt drei Hauptrichtungen (Funana, Morna, Coladeira), die sich sowohl durch die Thematik der Texte als auch durch Rhythmus und Melodie unterscheiden.
Die bekannteste Musikerin und Sympathieträgerin der Kapverden - Cesaria Evora - erhielt 2004 den Grammy für Weltmusik und verhilft seit vielen Jahren ihrem Land durch ihr Engagement zu mehr Bekanntheit im Ausland.
Beeindruckend ist zudem die vielfältige Landschaft. Santo Antao gilt als Wanderparadies mit seinen atemberaubenden Gebirgspanoramen, stimmungsvollen Nebelwäldern und fruchtbaren Tälern. Fogo - die Feuerinsel - ist bekannt durch den Pico de Fogo. Der gigantische Bilderbuchvulkan überragt mit seinen 2.829 Metern meist die Wolken. Die Vulkanlandschaften der riesigen Caldeira wirken mystisch und trotz der Kargheit faszinierend. Auf der Nordseite des Vulkans gedeiht der größte zusammenhängende Wald der Kapverden und ein feuriger Rotwein, der in Europa seines Gleichen sucht. Von den drei Sandinseln imponiert vor allem die Insel Boavista mit ihren weiten Dünen- und Wüstenlandschaften. Sie wird auch die "Sahara im Atlantik" genannt. All das - und noch viel mehr - finden Sie mitten im Atlantik, nur etwa 90 Flugminuten südlich der Kanaren.
Auf der ZEIT-Reise werden Kultureinblicke und Naturerlebnisse dieser Art nicht zu kurz kommen.
Die nächsten Reisen auf die Kapverden finden wieder vom 5. bis 19. November 2005 und 7. bis 21. Januar 2006 statt. Das Programm der Reise finden Sie
hier
Schauen Sie auch auf die Homepage von ONE WORLD - Reisen mit Sinnen: www.reisenmitsinnen.de
- Datum 31.12.1899 - 01:00 Uhr
- Serie -
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