Wie ein Netz verteilen sich Arkadengänge, die "Portici", über die gesamte Stadt. Sie können aus schlichten hölzernen Balken bestehen oder sich aus steinernen Säulen mit reich verzierten Kapitellen formieren. Ockerfarbene, gelbe oder zinnoberrote Gebäude reihen sich in den engen Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns aneinander. Auf wackligen Ständen, die vor den höhlenähnlichen Öffnungen kleiner Läden stehen, präsentieren Obst-, Gemüse- und Fischhändler ihre Waren.Durch die schmalen gepflasterten Straßen geht es auf die weiträumige "Piazza Maggiore", den zentralen Platz der Stadt. Hier steht auf einem breiten Stufensockel die Basilika S. Petronio, deren Fassade im 16. Jahrhundert unvollendet blieb, und die bis heute nur zur Hälfte mit rotem und weißem Marmor verkleidet ist. Vielleicht ist die Unvollendetheit der Kirche der Grund dafür, dass nicht sie, sondern die zwei Türme auf der "Piazza di Porta Ravegnana" am Ende der Hauptstraße als Wahrzeichen der Stadt gesehen werden. Der "Torre degli Asinelli", erbaut zwischen 1109 und 1119, ragt mit einer Höhe von 98 Metern in den Himmel. Unmittelbar neben ihm steht leicht geneigt der 47 Meter hohe "Torre Garisenda". Über eine Treppe mit 498 Stufen geht es auf die Spitze des Asinelli. Von dort bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über die roten Dächer Bolognas.Den Titel "Gelehrte" verdankt Bologna der im Jahre 1088 gegründeten Universität. In der ersten öffentlichen Bildungsinstitution Europas wurde nicht das kirchliche, sondern das römische Recht gelehrt. Im Palazzo d`Archiginnasio, der heute die Stadtbibliothek beherbergt aber zuvor Sitz der Universität war, künden zahlreiche Wappen an den Wänden der Gänge von namhaften Studienabsolventen. Im ersten Stock lässt sich ein komplett in Holz verkleideter Anatomie-Hörsaal mit Seziertisch aus dem 17. Jahrhundert besichtigen.Neben der Kultur mit zahlreichen Kirchen und Museen, kann Bologna vor allem mit kulinarischen Genüssen locken. Nicht umsonst bedeutet ihr Beiname "la grassa" übersetzt "die Fette", denn hier liegt die Geburtsstunde der Tortellini und der Mortadella. Empfehlenswert ist ein Besuch in der "Antica Trattoria Spiga", die vor allem für ihre Nachspeisen, die "dolci", berühmt ist. Tiramisu und Mascarponecreme werden in großen Schüsseln zubereitet und nach dem Verzehr des Tagesmenus von Tisch zu Tisch gereicht.Informationen und virtueller Stadtrundgang
www.comune.bologna.it