Seit vielen Jahren herrscht in dem afrikanischen Riesenland Krieg. Nun wurde wieder einmal ein Friedensvertrag geschlossen. Immerhin hat er diesmal Chancen. Von A. Böhm
Auf einer Geberkonferenz für das Kriegsland ist eine dreistellige Millionensumme zusammengekommen, viele Länder sagten zudem Soldaten zu. Die Armee stößt gen Norden vor.
Auf die Krise in Mali haben die westafrikanischen Nachbarn zu spät reagiert, sagt Benins Präsident Boni Yayi im Interview. Frankreich habe rechtzeitig Mut bewiesen.
Schon vor Monaten hatten sich Sudan und Südsudan auf mehrere Wirtschafts- und Sicherheitsabkommen geeinigt – umgesetzt wurde keines. Nun gibt es einen konkreten Zeitplan.
Ein militärisches Eingreifen im gespaltenen Mali ist notwendig. Doch zuvor muss geklärt sein, welche der vielen Bewegungen wirklich bekämpft werden muss. Von Gilles Yabi
Mali droht der Zerfall, die Bundesregierung schickt möglicherweise Soldaten. Dabei ist die Bundeswehr dort schon ein alter Bekannter: als Ausbilder. Von Hauke Friederichs
Der Bundeswehrverband befürchtet einen unüberlegten Einsatz deutscher Soldaten in Mali. Auch der Afghanistan-Krieg habe schließlich als Ausbildungsmission begonnen.
Drogen, Waffen, Scharia: Einst ein Musterstaat, ist der Norden Malis heute in den Händen von Radikalislamisten; den Süden kontrolliert eine schwache Übergangsregierung.
Der frühere Generalinspekteur Kujat befürchtet enorme Risiken für die Bundeswehr in Mali. Die Bundesregierung diskutiert aber nur noch das Wie eines Einsatzes.
Mit der Entsendung von Militärausbildern will die EU Mali im Kampf gegen islamistische Terroristen unterstützen. Eigene Kampftruppen sollen jedoch nicht aktiv werden.
Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution zu Mali verabschiedet. Damit ist eine Militärintervention gegen islamistische Rebellen bald schon möglich.
Im Ostkongo herrscht wieder Krieg, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Afrikanische Union will eingreifen, Druck aus den USA könnte freilich auch helfen. Von A. Böhm
Die Afrikanische Union hat erstmals eine Frau an die Spitze ihrer Kommission gewählt: Nkosazana Dlamini-Zuma kündigte an, die Union "effizienter" machen zu wollen.
Im Süden Stillstand, im Norden zerstörte Gräber und Scharia: Mali braucht Hilfe. Ein militärisches Eingreifen gegen die Islamisten wird wahrscheinlicher. Von C. Luther.
Im Norden Malis haben sich Tuareg und Islamisten auf die Gründung der Islamischen Republik Azawad geeinigt. Flüchtlinge berichten, dort gelte bereits die Scharia.