Die Zahl der Flugzeuge sinkt, auch die Zahl der Mitarbeiter: Deutschlands zweitgrößte Airline schrumpft. Jetzt ist sie auch noch überschuldet. Von Kevin P. Hoffmann
Wann der Berliner Großflughafen eröffnet wird, weiß kein Mensch. Während viele darüber amüsiert sind, vergeht den Bürgern der Gemeinde Schönefeld so langsam das Lachen.
Der neue BER-Chef Mehdorn ist noch nicht im Amt, da zeichnen sich Konflikte ab: Anders als Aufsichtsratschef Platzeck lehnt Mehdorn ein strengeres Nachtflugverbot ab.
Der frühere Bahn-Chef Mehdorn übernimmt die Geschäfte des neuen Berliner Flughafens. Für Verkehrsminister Ramsauer folgt der 70-Jährige einer "patriotischen Berufung".
Brandenburgs Ministerpräsident hat sich auf die Seite der Nachtfluggegner geschlagen. Die Kehrtwende gefährdet das Flughafenprojekt BER, kommentiert G. Appenzeller.
Der Berliner Flughafen Tegel ist mit seinen Kapazitäten am Limit. Weil er noch mindestens zwei Jahre in Betrieb bleiben muss, wird er für bis zu 50 Millionen erweitert.
Zehn Prozent weniger für den Vorstand, fünf Prozent weniger für alle anderen Beschäftigten: Air Berlin will für die Sanierung die Gehälter der Mitarbeiter kürzen.
Durch das US-Flugverbot für die Dreamliner erreicht Boeings Pannenserie nun auch Europas Fluggesellschaften. Schuld an der Misere sind auch die Wünsche der Kunden.
Die Risiken sind den Behörden zu hoch: Nach einer Serie von Pannen müssen alle Dreamliner von Boeing überprüft werden. Flüge mit den Maschinen wurden vorerst verboten.
Mit dem Sparprogramm "Turbine" will die zweitgrößte deutsche Airline 400 Millionen Euro sparen. Dafür wird ein Zehntel der Stellen gestrichen und die Flotte verkleinert.
Der designierte Aufsichtsratschef Matthias Platzeck will den Flughafen BER weiter vergrößern. Möglicherweise sollen dann auch die Gebühren steigen. Von Klaus Kurpjuweit
Ein Debakel am Berliner Flughafen, ein chaotisches Krisenmanagement: Klaus Wowereit steht unter Druck wie nie – doch vieles spricht dafür, dass er im Amt bleibt.