Vor einem Ministerium und einem Haus der türkischen Regierungspartei sind Bomben hochgegangen. Sie zündeten kurz vor dem Ausruf einer Waffenruhe durch PKK-Chef Öcalan.
Erst saß Tayyip Erdoğan wegen Volksverhetzung im Knast, später wurde er Ministerpräsident. Was hat der gläubige Mann in zehn Jahren aus der Türkei gemacht? Von M. Thumann
Drei kurdische Aktivistinnen wurden in Paris kaltblütig getötet. Doch den türkisch-kurdischen Friedensprozess gefährden eher andere Faktoren, analysiert Özlem Topçu.
Der Syrien-Krieg hat den Kurden-Konflikt in der Türkei verschärft. Premier Erdoğan sollte den Dialog mit den Kurden wieder aufnehmen, kommentiert Hugh Pope.
Die Hutpflicht sollte einst den osmanischen Fez und den Turban aus der türkischen Öffentlichkeit verbannen. Nun schafft die AKP-Regierung diese Hutpflicht ab.
Der türkische Ministerpräsident Erdoğan ist im Amt des Parteichefs der AKP bestätigt worden. Erdoğan dürfte nun das Amt des Staatspräsidenten anstreben.
Der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan beklagt im Interview mangelnde politische Expertise bei Ägyptens Muslimbrüdern. Und er sagt: Die Türkei ist kein Vorbild.
Der Ausschluss von zehn Kandidaten bei der Wahl in Ägypten trifft die Islamisten hart. Ob sie dennoch gewinnen, hängt davon ab, wie sie darauf reagieren. Von M. Thumann
Ein wirtschaftlich und politisch erfolgreiches Land kann auch große Widersprüche aushalten, schreibt Özlem Topcu. Die Türkei sollte ihre Vergangenheit aufarbeiten.
Im Königreich Marokko hat eine islamisch-religiöse Partei die Parlamentswahl gewonnen. Gefährlicher als sie sind für den König die Nichtwähler, kommentiert S. Richter.
Die Opposition in Syrien schaut nach Ankara und hofft auf eine militärische Intervention durch die Türkei. Doch das hätte fatale Folgen, kommentiert Fehim Tastekin
Die islamistische Partei Ennahda hat die Wahlen in Tunesien gewonnen. Sie erhält 90 der 217 Sitze. Unter Ex-Machthaber Ben Ali war die Partei noch verboten.
Die türkische Kurden-Politik ist gescheitert. Das liegt an der Gewaltbereitschaft der PKK – und an der Rhetorik des türkischen Premiers Erdoğan, kommentiert M. Thumann.