Nach den Tankstellen nimmt sich das Bundeskartellamt jetzt den Großhandel und die Raffinerien vor. Die Branche reagiert gelassen. Von Kevin P. Hoffmann
Autofahrer klagen über die hohen Spritpreise – und kaufen trotzdem kaum sparsamere Erd- und Autogasmodelle. Beliebt bleiben die durstigen Varianten. Von D. H. Lamparter
Die großen Gewinne machen die Ölkonzerne nicht an der Zapfsäule. Und dass sich dort die Preise mehrmals täglich ändern, ist kein Beleg für Manipulation. Von Fritz Vorholz
Die Pendlerpauschale wegen hoher Spritpreise anzuheben, ist reiner Aktionismus. Langfristig hilft nur eins: sich vom Energieträger Öl zu lösen, kommentiert M. Breitinger.
Benzinpreis rauf, Benzinpreis runter – häufig binnen weniger Stunden. Nun sollen die Mineralölkonzerne gezwungen werden, die Spritpreise einen Tag konstant zu halten.
Zwischen den Tankstellen herrscht kaum Wettbewerb, sagt Kartellamtschef Andreas Mundt. Darum schlägt er im Interview ein Modell vor, das in Australien praktiziert wird.
Im Wasser bilden sie ganze Wälder, den Strand verschandeln sie als schleimiges Gestrüpp: Braunalgen. Vielleicht dienen sie bald als Rohstoff für Biosprit. Von F. Draeger
Jahrelang untersuchte das Kartellamt den Benzinmarkt – doch es fand weder Absprachen noch täglich mehrfache Preiserhöhungen. Experten sehen keinen Handlungsbedarf.
Wirtschaftsminister Rösler denkt wegen der Kritik des Kartellamts am mangelnden Wettbewerb bei Sprit über schärfere Gesetze nach. Die Branche wehrt sich.
Der deutsche Tankstellenmarkt wird laut Bundeskartellamt von einem Oligopol aus fünf Unternehmen beherrscht. Die Preiserhöhungen erfolgten immer nach demselben Muster.
Shell, Esso, Aral: Mehrere Konzerne fürchten über die Ostertage leere Zapfsäulen an den Tankstellen. Die Mineralölwirtschaft kann ihre logistischen Probleme nicht lösen.
Als Reaktion auf den Streit um den Biosprit E10 will der Mineralölkonzern wieder herkömmliches Super anbieten. Konkurrent Shell wartet ab, der ADAC lobte den Entschluss.
Die Ölkonzerne drosseln die Produktion des neuen Treibstoffs E10 – weil ihn kaum einer haben will. Schuld hat die miese Informationspolitik der Regierung. Ein Kommentar