Das Geld der Bundesbürger ist ein begehrtes Gut. Um die fast vier Billionen Mark, die die Deutschen auf der hohen Kante haben, bemühen sich Banken und Sparkassen, Versicherungen und Vermögensverwalter, Bausparkassen und Investmentgesellschaften – und immer häufiger und dreister auch Betrüger.
Gelegentlich lernt selbst die Regierung aus Fehlern. Seit Mitte der achtziger Jahre wollte die christdemokratisch-liberale Koalition die Segnungen des Kapitalismus auch den Schlechterverdienenden näherbringen.
ZEIT: Über den Fluchtort des Bankrotteurs Jürgen Schneider gibt es derzeit nur Vermutungen. Inzwischen wird aber international per Haftbefehl nach ihm gefahndet.
Beim Stichwort Jugendmarketing halten sich die Experten der Kreditindustrie neuerdings zurück. Allesamt verweisen auf die gesetzlichen Vorschriften, die die Banken einhalten müßten.
Unter dieser Last werden noch die Enkel unserer Kinder stöhnen: Die seit 1990 auf Pump finanzierten Kosten der deutschen Vereinigung wachsen immer weiter, statt begrenzt oder gar abgetragen zu werden.
Aktien stehen bei deutschen Anlegern nicht hoch im Kurs. Das zeigt sich auch beim Investmentsparen. Von 122 Milliarden Mark, die deutsche Anleger in Publikumsfonds investiert haben, entfallen nur 17 Milliarden auf Aktienfonds.
ZEIT: Bankiers und Börsianer traten lange Zeit vehement für freiwillige Insider-Regeln ein, mit denen all jenen begegnet werden sollte, die durch Vorabinformationen auf Kosten anderer Anleger an der Börse Geschäfte machen.
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen geht jetzt gegen einen Paradiesvogel des grauen Kapitalmarkts vor. Die Berliner Behörde verhängte ein vorläufiges Moratorium gegen das Bankhaus Steinhart KG in Pforzheim.
Für die Kapitalanlagegesellschaften (KAGs) gehört es zum Geschäftsalltag, Milliardensummen zu bewegen. So verwalten die deutschen Investmentgesellschaften ein Vermögen in Form von Publikums- oder Spezialfonds: respektable 137 Milliarden Mark.