Schweizer Banken wollen nur noch Geschäfte mit sauberem Geld machen. Doch Offshore-Leaks zeigt, dass es noch immer Schlupflöcher gibt. Von P. Teuwsen und R. Pöhner
Die Banken Credit Suisse und Julius Bär haben ihren deutschen Kunden ein Ultimatum gesetzt: Entweder sie melden ihr Geld beim Finanzamt oder sie verlieren ihr Konto.
Steinbrück nennt die Reaktion der Regierung auf die Aufdeckung vieler Steuerflüchtlinge scheinheilig. Gabriel warf Bayern und Hessen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor.
Ein Blick in die Statistik verrät, warum die Regierung in Moskau sich gegen eine Zwangsabgabe auf Vermögen in Zypern sperrt. Auch Staatskonzerne wären betroffen.
Binnenmarktkommissar Barnier will, dass Aktionäre EU-weit über Managerbezüge abstimmen. Erste Staaten signalisierten Interesse. Die Wirtschaft aber fürchtet Nachteile.
Aufgrund des Verkaufs riskanter Immobilienpapiere muss die US-Großbank JPMorgan Chase erneut vor Gericht. Die Aktion führte zum Bankrott von drei Genossenschaftsbanken.
Das Geldhaus Wegelin hat vor einem US-Gericht zugegeben, reichen Amerikanern bei der Steuerflucht geholfen zu haben. Nach 270 Jahren stellt die Bank nun ihr Geschäft ein.
Die HSBC zahlt viel Geld, um sich außergerichtlich mit den Behörden zu einigen. Weil solche Vergleiche zunehmen, wird Geldwäsche zum Bagatelldelikt. Von K. Bode, New York
Die Credit Suisse verkaufte Anlagepakete mit faulen Immobilienpapieren, die als Auslöser der Finanzkrise gelten. In New York wurde deshalb nun Anklage erhoben.
Die beiden Großbanken haben sich mit der Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt. Die Aufsicht beendet ihre Ermittlungen, die Banken räumen aber keine Schuld ein.
Die Staatsanwaltschaft hat bei Kunden der Schweizer Großbank UBS in Deutschland nach Hinweisen auf Steuerbetrug suchen lassen. Weitere Razzien sollen folgen.
Internationale Finanzaufseher warnen: Nur drei andere Institute gefährden das weltweite Finanzsystem stärker als die Deutsche Bank. Es müsse mehr Eigenkapital her.