Syriens Regime schien am Ende. Doch mit Hilfe Russlands, Irans und der Hisbollah hat sich das Kräfteverhältnis nun zugunsten Assads verlagert. Von A. Böhm und M. Thumann
Syriens Militär ist so stark wie seit Langem nicht, urteilt der Bundesnachrichtendienst. Vor einem Jahr hatte der Dienst noch die Niederlage des Diktators vorausgesagt.
Die israelische Regierung hält es nur noch für eine Frage der Zeit, bis die Raketen aus Syrien auch Zivilisten treffen. Für diesen Fall sei man vorbereitet.
Russland bereitet Waffentransporte nach Syrien vor. Gleichzeitig warnt der russische Außenminister vor zu hohen Erwartungen an die neue Syrien-Konferenz.
Syriens Präsident Assad will bei der Wahl im nächsten Jahr erneut kandidieren, schreibt Martin Gehlen aus Kairo. Auch wenn es dann nur ein alawitischer Rumpfstaat ist.
Der syrische Präsident hält die Rücktrittsforderungen aus dem Ausland für anmaßend. Gleichzeitig rechnet er mit einem militärischen Einsatz des Westens gegen sein Land.
Was tun mit Syrien? Der deutsche Außenminister zweifelt an der Syrien-Konferenz und hält sich ansonsten zurück. Die USA und Russland kritisieren sich gegenseitig.
Die düsteren Aussichten in Syrien zwingen Russland und die USA zu neuen Einsichten. Es gibt deshalb Chancen auf eine Atempause im Bürgerkrieg, kommentiert M. Gehlen.
Das russische Raketengeschäft mit Syrien hat das Treffen der Außenminister von Deutschland, Polen und Russland belastet. Am Ende gab es aber auch Übereinstimmungen.
Das Assad-Regime zeigt sich bereit, die Vorwürfe eines Giftgaseinsatzes von den Vereinten Nationen untersuchen zu lassen. Die Türkei behauptet, Beweise dafür zu haben.
Der türkische Regierungschef nennt die Luftangriffe auf Damaskus inakzeptabel: Der Einsatz sei mit nichts zu rechtfertigen und habe Assad in die Hände gespielt.
Die Luftschläge in Syrien zeigen: Israel will seine Interessen verteidigen. Die Angriffe sind genauso gegen die Hisbollah wie den Iran gerichtet. Von G. Dachs, Tel Aviv
Syrien hat Israel nach nächtlichen Bombardierungen in Damaskus scharf attackiert und den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufgefordert. Präsident Obama verteidigt Israel.