Die Euro-Gruppe sieht Fortschritte bei den Sparprogrammen von Griechenland, Portugal und Zypern und gibt Hilfskredite frei. Slowenien soll es möglichst alleine schaffen.
Die Gläubiger-Troika und Portugal haben sich auf ein neues Sparpaket geeinigt. Damit kann die nächste Hilfstranche in Höhe von zwei Milliarden Euro ausgezahlt werden.
500 Jahre lang hat der Westen mit seinen Institutionen und Ideen die Welt beherrscht. Jetzt kopieren die anderen, was unseren Aufstieg begründet hat. Von Niall Ferguson
Zypern hat den drohenden Bankrott abgewendet. Mit einer knappen Mehrheit billigte das Parlament die Hilfsmaßnahmen. Die Opposition forderte den Euro-Austritt.
15.000 griechische Staatsbedienstete verlieren bis 2015 ihren Job. Die Eurogruppe hatte Athen zum Sparen gezwungen. Die Opposition wettert: "Troika-Memorandum-Diktatur".
Obwohl sich in Zyperns Haushalt ein neues Milliardenloch aufgetan hat, bleiben die Euro-Finanzminister bei ihren Zusagen. Nun müssen noch die Mitgliedsländer zustimmen.
Beim Treffen der Finanzminister in Dublin sollte es eigentlich nur noch um Einzelheiten des Rettungspakets gehen. Nun braucht der Inselstaat aber mehr Geld als geplant.
Portugal muss sparen, und das Verfassungsgericht sagt, die Regierung spare falsch. Nun muss diese ein neues Sparprogramm entwickeln und ist damit bisher gescheitert.
Slowenien war lange das Musterland in Europa – jetzt halten es viele für den nächsten Rettungskandidaten. Wie konnte das passieren? Von Jana Gioia Baurmann, Ljubljana
Zypern macht ernst mit der Sanierung der Staatsschulden und plant heftige Sparmaßnahmen. Zugleich gewähren EU, EZB und IWF mehr Zeit für die Neuordnung der Wirtschaft.