Der Westen begrüßt die Wahl in Libyen – und lobt den Erfolg. Das Volk feiert. Doch im Osten des Landes gab es Störenfriede. Teils verhinderten sie sogar die Abstimmung.
Vor der Wahl zur Nationalversammlung machen Proteste die Spaltung Libyens deutlich. Der Osten fühlt sich benachteiligt wie schon zu Zeiten Gaddafis. Von Claudia Gazzini
Sein eigener Vater wurde von den Häschern Gadhafis verschleppt. Nun widmet sich der libysche Autor Hisham Matar der Seele eines Jungen auf der Suche nach seinem Vater.
Einzelne Mitgliedsstaaten stellen den Kampf gegen Libyens Machthaber Gadhafi infrage. Nicht so die Nato-Führung. Täglich gibt es weiterhin Gefechte, Bodengewinn, Opfer.
Hilfslieferungen können nicht entladen und Verwundete nicht abgeholt werden: Seit Gadhafi-Truppen den Hafen Misratas beschießen, ist die Stadt von Helfern abgeschnitten.
"Misrata ist frei", melden Aufständische. Nach wochenlanger Belagerung haben sich Gadhafis Regierungstruppen offenbar aus der umkämpften Stadt zurückgezogen.
Die libysche Regierung hat den Rückzug ihrer Truppen aus Misrata angekündigt. Die örtlichen Stämme sollen nun das Problem mit den Rebellen lösen – zur Not mit Gewalt.
Die Rebellen in Misrata bitten um Bodentruppen, ihre Lage ist verzweifelt. Die Nato gerät ans Limit. Was kann der Westen tun, um die Rebellen zu schützen? Von J. Bittner
Bewohner libyscher Städte müssen auf humanitäre Hilfe warten. Diktator Gadhafi will keine Sicherheitsgarantien für UN-Transporte geben. Misrata ist weiter unter Beschuss.
Der Einsatz in Libyen reicht nach Ansicht von Frankreich und Großbritannien nicht aus. Die Nato-Führung weist das zurück: Sie beruft sich auf den Schutz der Bevölkerung.
Lässt sich der Libyen-Konflikt militärisch lösen? Wenige Wochen nach Beginn des Einsatzes verneint das Nato-Generalsekretär Rasmussen. Gadhafi habe seine Taktik geändert.
Nato-Generalsekretär Rasmussen hat das Bombardement libyscher Rebellen als "unglückseligen Zwischenfall" bezeichnet. Eine Entschuldigung blieb jedoch aus.