Auch nach Ruhanis Wahlsieg begreift Israels Führung den Iran als existenzielle Gefahr. Nur wird es jetzt schwieriger, die Welt davon zu überzeugen. Von Gil Yaron
Auf einem Jubiläum entsetzte Walter Jens den DFB und warf dem Verband vor, zur NS-Zeit zu schweigen. Der Sporthistoriker Schulze-Marmeling hält das für eine Pioniertat.
Als Erforscher der NS-Zeit hat Ernst Klee Täter enttarnt und beigetragen, das Euthanasieprogramm aufzuarbeiten. Im August erscheint sein letztes Buch über Auschwitz.
68 Jahre nach der Auflösung des Nazi-Vernichtungslagers Auschwitz gehen die Behörden gegen einen früheren Aufpasser vor. Er soll wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden.
Zwei Jahrzehnte lang war Ungarn ein Verbündeter des Dritten Reiches. Heute scheint der Schrecken von damals vergessen: Die Rechten marschieren auf. Von C. Schmidt-Häuer
Camille Delétang verewigte KZ-Mithäftlinge auf Papier. Jens-Christian Wagner erzählt, wie die verloren geglaubten Zeichnungen ins Archiv seiner Gedenkstätte gelangten.
George Brady überlebt den Nazi-Terror, geht nach Kanada. Nach 60 Jahren holt ihn die Vergangenheit ein, als der Koffer seiner in Auschwitz ermordeten Schwester auftaucht.
42.500 Orte des Naziterrors – waren Tausende davon bisher unentdeckt? Nein, sagt Historiker Geoffrey Megargee im Interview. Nur habe niemand das Puzzle zusammengefügt.
Wolfgang Niersbach ist seit einem Jahr DFB-Präsident. Noch nutzt ihm die Erleichterung darüber, dass sein Vorgänger weg ist. Doch Inhalt hat der Neue kaum zu bieten.
In der Entstehung der Zweiten Republik in Österreich führte ein Diplomat Tagebuch. Seine Einblicke aus dem innersten Regierungskreis waren über 60 Jahre unter Verschluss.
Benedikts Abgang passt zu Joseph Ratzinger. Zwei Personen waren Papst; der Schöngeist stritt mit den Realitäten der Macht. Dafür fehlte am Ende die Kraft. Von A. Schwabe