Wutbürger? Von wegen! Unser Land braucht nicht weniger Proteste, es braucht mehr. Nur durch permanente Kritik bleibt die Demokratie lebendig, schreibt Florian Kessler.
Jochen Stay war der Kopf des Protests gegen die Atomkraft – bis Schwarz-Gelb die Energiewende vollzog. Was macht einer, dem der Feind abhandenkommt? Von Marlies Uken
Die EU gibt deutschen AKW schlechte Noten: Drei Kraftwerke benötigen Erdbebenwarnsysteme. EU-Energiekommissar Oettinger fordert eine Pflichtversicherung für die Anlagen.
In deutschen AKW werden offenbar in großem Stil Brennelemente verwendet, deren Uran aus russischen Atomwaffen stammt – es wäre ein für beide Seiten profitables Geschäft.
Die Filmemacherin Antje Hubert erzählt vom Widerstand der Dorfbewohner in Brokdorf gegen das dortige AKW. Und davon, wie der Kampf deren Leben und das Land veränderte.
Ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima sind mehrere Tausend Menschen gegen Atomenergie auf die Straße gegangen – überwiegend an AKW-Standorten.
Nicht nur die Atomkraftwerke, auch die Zwischenlager für Atommüll müssen auf ihre Sicherheit überprüft werden. 16 Lager werden dem Stresstest unterzogen.
Kleine Blockheizkraftwerke werden als ökologische Investition beworben. Sie sind jedoch nur selten effektiv. Das Konzept des "Schwarmstroms" soll das ändern.
Die Stromnetzbetreiber sind nervös: In Hamburg und Frankfurt könnte es im Winter zu regionalen Versorgungsengpässen kommen. Sie entwerfen erste Notfallpläne.
Thomas Hengelbrock ist neuer Chef beim NDR Sinfonieorchester und läutet das Ende der Taktstockdespoten ein. Autoritäre Strukturen sind von gestern, sagt er im Interview.
Die Basis hat der grünen Parteiführung eine Blamage erspart: Die Grünen werden im Bundestag dem schwarz-gelben Atomausstieg zustimmen. Von Lisa Caspari
Große Versorger wie E.on hoffen auf Schadenersatz in Milliardenhöhe wegen des Atomausstiegs. Sie sehen sich durch Rechtsgutachten bestätigt und wollen klagen.
Zwischen Jubel und Skepsis: Die Grünen sind weiter uneins über ihre Haltung zur Energiepolitik der Bundesregierung. Manchen geht der Atomausstieg nicht schnell genug.
Nach dem schnellen Aus für die sieben ältesten Kraftwerke dürfte sich beim Atomausstieg eher wenig tun. Zugesicherte Restlaufzeiten verzögern die Abschaltung deutlich.
Der schwarz-gelbe Atomausstieg birgt erhebliche Risiken – Klagen sind wahrscheinlich. Am Ende könnte er für den Steuerzahler sehr teuer werden. Von Fritz Vorholz