Zwei Jahre nach dem Sturz Ben Alis hat sich Tunesiens Ruf als Reiseziel verändert: Badetouristen kommen weniger, dafür etabliert sich Tunis als Konferenztagungsort.
Ali Larayedh von der regierenden Ennahda-Partei wurde mit der Regierungsbildung beauftragt. Er muss nun die Konservativen seiner Partei auf seine Seite ziehen.
Premier Jebali hat kapituliert, die regierende Islamisten-Partei Ennahda wollte seine Expertenregierung nicht. Eskalationen sind jetzt möglich. Von Gero von Randow
Hamadi Jebali wollte eine Regierung von parteilosen Technokraten für Tunesien. Doch der Widerstand seiner eigenen Partei zwang den Ministerpräsidenten nun zum Rücktritt.
Tunesiens Parteien wollen keine Regierung aus Technokraten, der Vorschlag von Premier Jebali wurde abgelehnt. Stattdessen könnte es ein gemischtes Kabinett geben.
A.P.C. macht diskrete, fast etwas langweilige Mode. Und alle reißen sich darum. Wie schwer es ist, alles Überflüssige wegzulassen, sagt der Firmengründer Jean Touitou.
In Ägypten und Tunesien herrscht postrevolutionärer Frust, denn die Islamisten herrschen willkürlich. Doch sie sind demokratisch legitimiert, kommentiert Malte Lehming.
Schon vor der Ermordung des Politikers Belaid war Tunesiens Gesellschaft gespalten und erzürnt. Doch eine Einheitsregierung könnte das Land versöhnen. Von H. Ostry, Tunis
Tunesiens Ministerpräsident Jebali hat auf die Massenproteste nach dem Mord an Oppositionspolitiker Belaid reagiert: Er kündigte eine politisch unabhängige Regierung an.
Hunderte neue Zeitungen und Sender wollen Libyens Weg in die Demokratie begleiten. Doch alte Kader behalten ihren Einfluss, und Gewalt gehört zum Alltag der Journalisten.
Mit Wirbel hat Katar Fußballpopstar Beckham nach Paris geholt. Das Emirat legt viel Vermögen im Ausland an, um Firmen und Politiker an sich zu binden. Von K. Finkenzeller
Auch der Arabische Frühling hat an der Lage der Frauen wenig geändert. Sexuelle Übergriffe und Belästigung gehören für sie noch immer zum Alltag. Von M. Gehlen, Kairo
Ein Jahr später, 55.000 Tote später: Wieder wird auf der Münchner Sicherheitskonferenz über Syrien geredet. Die Bilanz ist miserabel, die Hoffnung bei null. Von M. Horeld
Dass es heiß würde, haben wir gewusst. Aber die Wüste hatte noch ein paar Lektionen mehr für uns parat: Mit Kindern und Kamelen durch den tunesischen Grand Erg Oriental.