Journalisten in Somalia riskieren ihr Leben, es ist nach Syrien das zweitgefährlichste Land der Welt. Aber noch schlimmer wäre es, aufzugeben. Von A. A. Mumin, Mogadischu
Mit dem Sturz des Ben-Ali-Regimes in Tunesien schien endlich Meinungs- und Pressefreiheit möglich zu sein. Doch es gibt immer noch Grenzen für die Medien.
Die Minenarbeiter von Gafsa fühlen sich als Vorreiter der Revolution gegen Diktator Ben Ali. Doch gebessert hat sich für sie seitdem nichts. Von Martin Gehlen, Gafsa
Zwei Jahre nach dem Sturz Ben Alis hat sich Tunesiens Ruf als Reiseziel verändert: Badetouristen kommen weniger, dafür etabliert sich Tunis als Konferenztagungsort.
Der Politiker und Islamistenführer Rachid Ghannouchi will Tunesien zum Vorbild für die muslimische Welt machen. Dafür hält er die Scharia für notwendig.
Terror, Korruption, Gewalt: Kaum ein Staat ist so zerrissen wie der Jemen. Nun beginnt eine Konferenz, die retten soll, was noch zu retten ist. Von M. Gehlen
Ali Larayedh von der regierenden Ennahda-Partei wurde mit der Regierungsbildung beauftragt. Er muss nun die Konservativen seiner Partei auf seine Seite ziehen.
Premier Jebali hat kapituliert, die regierende Islamisten-Partei Ennahda wollte seine Expertenregierung nicht. Eskalationen sind jetzt möglich. Von Gero von Randow
Hamadi Jebali wollte eine Regierung von parteilosen Technokraten für Tunesien. Doch der Widerstand seiner eigenen Partei zwang den Ministerpräsidenten nun zum Rücktritt.
Tunesiens Parteien wollen keine Regierung aus Technokraten, der Vorschlag von Premier Jebali wurde abgelehnt. Stattdessen könnte es ein gemischtes Kabinett geben.
A.P.C. macht diskrete, fast etwas langweilige Mode. Und alle reißen sich darum. Wie schwer es ist, alles Überflüssige wegzulassen, sagt der Firmengründer Jean Touitou.
In Ägypten und Tunesien herrscht postrevolutionärer Frust, denn die Islamisten herrschen willkürlich. Doch sie sind demokratisch legitimiert, kommentiert Malte Lehming.
Schon vor der Ermordung des Politikers Belaid war Tunesiens Gesellschaft gespalten und erzürnt. Doch eine Einheitsregierung könnte das Land versöhnen. Von H. Ostry, Tunis