Im ganzen Land stand das Leben für einen Moment lang still: Mit einer Schweigeminute und Gebeten hat Japan der Opfer des Tsunami-Unglücks vor einem Jahr gedacht.
Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat den Osten Japans erschüttert. Auch die Hauptstadt Tokio war betroffen. Ersten Angaben zufolge hatten die Erdstöße keine schweren Folgen.
Japan unterstützt den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe mit einer Milliardensumme. Die Regierung will das Geld ohne neue Staatsanleihen aufbringen.
Das Merkwürdige ist nicht das Verhalten der Japaner in der Krise, sondern unsere Ignoranz und unser Erstaunen über Disziplin, Ordnung und Ruhe in Japan. Von Matthias Naß
Japaner haben mehr Urlaub als Deutsche und machen länger Mittagspause. Unbezahlte Überstunden? Verboten. Das Klischee der Arbeitswütigen wankt. Von Justus Bender
Wer wollte, konnte die vergangenen Tage als ein Vorspiel auf das kommende Jahrhundert betrachten: In Peking feierte der Kongreß der Kommunistischen Partei die Reform- und Öffnungspolitik Deng Xiaopings in der Hoffnung auf ein neues asiatisches Wirtschaftswunder.
Am Montag zog das offizielle Japan mit allem althergebrachten Pomp einen Strich unter seine jüngste Vergangenheit. Die Inthronisation des neuen Kaisers Akihito sollte der Welt den aufgeklärten Geist eines Landes zeigen, dessen Herrscherdynastie noch bis zum 1989 verstorbenen Tenno Hirohito Göttlichkeit für sich proklamiert hatte – auch wenn Hirohito dieser nach dem verlorenen Krieg am Neujahrstag formell entsagte.
Wie soll die Staatsflagge des geeinten Deutschland aussehen? Hammer, Zirkel und Ährenkranz auf schwarzrotgoldenem Grund sind durch den SED-Unrechtsstaat für alle Zeiten diskreditiert.