Vor 100 Jahren wurde er geboren. Ein Zuhause fand Max Frisch erst spät, in einer wilden Gegend des Tessins. An dem Ort, der ihm am meisten vertraut war.
Im Auschwitz-Prozess mussten sich die Mörder von mehr als einer Million Juden verantworten. Ein Beitrag zur Serie über 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre Mauerfall.
Ein Schriftsteller, von dessen Werken kaum eines im Bewußtsein der Öffentlichkeit gegenwärtig ist – und der doch zur deutschen Republik nach 1945 gehört wie Heinrich Böll.
WALTER JENS: Auf der Schule, auf dem Gymnasium, dem Hamburger Johanneum, 1934, ich war elf, hatten wir einen Lehrer, Ernst Fritz, einen entschlossenen Gegner der Nazis.
Fast hatten wir sie schon wieder vergessen, die gedächtnisschwachen Helden des Wirtschaftswunders, die Ärmelaufkrempler und Zupacker im Adenauerdeutschland der fünfziger Jahre, die die braunen Hemden ab- und die weißen Westen übergestreift hatten, um eilfertig zur Tagesordnung überzugehen.