Zwischen Mahmud Ahmadinedschad und Parlamentspräsident Laridschani fliegen die Fetzen. Die iranische Wahl im Juni wird auch ohne Reformkandidaten heiß. Von M. Gehlen
Der iranische Führer stellt sich gegen Präsident Ahmadinedschad: Ajatollah Ali Chamenei ist gegen direkte Gespräche mit dem "Erzfeind" USA über Irans Atomprogramm.
Nun signalisiert auch der Iran Bereitschaft zu direkten Gesprächen über sein Atomprogramm. Doch keiner sollte glauben, das Land habe seine Ziele geändert. Von M. Horeld
2012 schien es, als sei der Iran zu Gesprächen mit den USA bereit. Nun verneint ein Vertrauter des Oberhaupts Chamenei: Für solche Gespräche gebe es keine Anweisungen.
Die Internationale Atomenergie-Agentur beschuldigt den Iran, die Urananreicherung in der Anlage Fordo verdoppelt zu haben. UN-General Ban fordert sofortige Kooperation.
Iran kann die syrische Krise nicht lösen, wohl aber jede mögliche Lösung verhindern. Deshalb sollte man mit der Regierung reden, kommentiert Ulrich Ladurner.
Was kann man als Künstler gegen den Krieg in der Heimat tun? Eine Gruppe Syrer hat beeindruckende Antworten gefunden. Zu sehen sind diese in einer Berliner Schau.
Auch in der zweiten Runde der Parlamentswahlen lagen die Konservativen um Ali Laridschani vor dem amtierenden Präsidenten. Die Außenpolitik Irans bleibt davon unberührt.
Nach Ansicht des israelischen Generalstabschefs hat der Iran noch nicht entschieden, Atomwaffen zu bauen. Der General hofft auf die Rationalität der iranischen Führung.
Populistisch und übertrieben – so nennt der israelische Ex-Botschafter Avi Primor das Einreiseverbot für Grass. Wegen seines Gedichts ist dieser in Israel unerwünscht.
US-Präsident Obama hat dem Iran ein Angebot gemacht: Die USA werden ein ziviles Atomprogramm akzeptieren, wenn der Iran beweise, dass er nicht nach Nuklearwaffen strebt.
Ministerpräsident Erdoğan hat vergeblich versucht, Irans Haltung zu Syrien zu verändern und Waffenlieferungen zu unterbinden. Teheran will weiter zum Assad-Regime stehen.
Ali Laridschani ist der Gewinner der iranischen Parlamentswahlen. Wofür steht der Mann, der beste Aussichten hat, 2013 Ahmadinedschads Nachfolger zu werden?
Die Parlamentswahl im Iran hat die Hardliner gestärkt. Im Atomstreit bleibt aber noch Zeit genug für Diplomatie, sagt der grüne Sicherheitspolitiker Omid Nouripour.