Innerhalb des malischen Militärs ist es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen: Armeeeinheiten beschossen in der Hauptstadt Bamako ein Lager von Elitesoldaten.
Verteidigungsminister de Maizière hat ein weiteres Mal Hilfen für den Kampf gegen Islamisten in Mali zugesagt. Jetzt soll die Bundeswehr auch Sanitäter entsenden.
In der Hauptstadt Bamako bejubeln die Menschen die französischen Truppen. Doch die Intervention löst auch Tragödien aus. ZEIT-Reporter Wolfgang Bauer berichtet aus Mali.
Denkmalschützer haben mit einem Angriff von Islamisten auf die Bibliothek in Mali gerechnet. In einer geheimen Aktion konnten sie wichtige Dokumente retten.
Drogen, Waffen, Scharia: Einst ein Musterstaat, ist der Norden Malis heute in den Händen von Radikalislamisten; den Süden kontrolliert eine schwache Übergangsregierung.
Laut Augenzeugen sind Hunderte Islamisten aus dem Ausland nach Mali gekommen. Sie wollen gemeinsam mit den malischen Rebellen gegen die UN-Truppen kämpfen.
Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution zu Mali verabschiedet. Damit ist eine Militärintervention gegen islamistische Rebellen bald schon möglich.
Malis Norden ist unter Kontrolle der Islamisten, die Tuareg haben auch ihren letzten Rückzugsort verloren. In Timbuktu wurden erneut historische Bauwerke zerstört.
In Mali kämpfen rivalisierende Milizen um die Macht, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Afrikanische Union will intervenieren – mit Unterstützung der UN.
Im Norden Malis haben sich Tuareg und Islamisten auf die Gründung der Islamischen Republik Azawad geeinigt. Flüchtlinge berichten, dort gelte bereits die Scharia.
Soldaten des gestürzten Präsidenten Touré und der Militärregierung haben sich in der Hauptstadt Gefechte geliefert. Der Kampf tobt offenbar auch um ein Rundfunkgebäude.
Der gestürzte malische Präsident Touré ist in den Senegal ausgereist. Soldaten hatten zuvor versucht, ihn am Flughafen aufzuhalten. Sie forderten eine Strafverfolgung.
Gut zwei Wochen nach dem Putsch hat Malis Präsident Amadou Toumani Touré sein Amt niedergelegt. Eine Übergangsregierung soll innerhalb von 40 Tagen Neuwahlen ausrichten.
Malis Militärjunta hat der Führung des Landes durch eine zivile Übergangsregierung zugestimmt. Ein wichtiges Detail der Vereinbarung blieb jedoch offen.
Die Putschisten in Mali wollten die Rebellen im Norden besser bekämpfen. Nach zwei Wochen haben sie das Gegenteil erreicht: Das Land zerbricht. Von Carsten Luther