Es gibt drei Machtzentren in Frankreich: die KP, die Großbanken und die Nouvelle Revue Française.“ Das Bonmot des deutschen Botschafters im besetzten Frankreich, Otto Abetz, der mit Hilfe von Schöngeistern und Gestapo-Schergen den gallischen „Erbfeind“ auf Kollaborationskurs brachte, unterstreicht die Bedeutung einer Literaturzeitschrift, die sich seit ihrer Gründung durch André Gide (1908) zum Zentralorgan der intellektuellen Elite Frankreichs entwickelt hatte: Dort schrieben neben Gründervater Gide Autoren vom Kaliber eines Valéry, Éluard, Benda, Claudel, Bernanos, Mauriac. [weiter…]
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12.
1992,
DIE ZEIT