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    Andrzej Szczypiorski

  • Der polnische Autor Andrzej Zaniewski und sein faszinierender Roman „Die Ratte“Freund Leichenschänder

    14.10.1994, DIE ZEIT, Helga Hirsch

    Der Roman ist die ungewöhnliche, weil mit menschlicher Stimme, aber aus der amoralischen Perspektive des Tieres erzählte Biographie einer Ratte, die sich in einer bedrohlichen, todbringenden Welt so lange behaupten kann, wie sie selber imstande ist, zu drohen, zu überwältigen, zu töten und gnadenlos und egoistisch ihr Überleben zu sichern.

  • Worte der Woche

    07.10.1994, DIE ZEIT

    „Um ein echt integriertes Europa aufzubauen, brauchen wir etwas mehr als das, was heute allgemein im Westen vorhanden ist. Wir bedürfen etwas Reflexion über das menschliche Schicksal, etwas weniger Hetzerei nach materiellem Wohlstand, etwas mehr Trauer über die menschliche Unreife, etwas weniger Sicherheit, daß alles erreichbar sei – denn viel bedeutet das alles nicht.

  • Wie sich das Deutschlandbild der Polen verändert hatEin neues Kapitel aufgeschlagen

    26.08.1994, DIE ZEIT, Andrzej Szczypiorski

    Der polnische Außenminister Andrzej Olechowski hat zu Recht bemerkt, daß die Polen die Schuld der Deutschen und die der Russen nicht gleichsetzen.

  • Roman Herzogs schwierige Reise nach Warschau an den Tatort deutscher Kriegsverbrechen war erfolgreich,,Es ist richtig, daß ich hier bin“

    05.08.1994, DIE ZEIT, Werner A. Perger

    Dies würde eine schwierige Reise sein, das hat Roman Herzog gewußt..........................................................

  • Fernseh-VorschauGeduldige Schönheit

    08.07.1994, DIE ZEIT, Manfred Sack

    Welcher Architekt hat heutzutage noch das Glück eines leibhaftigen Bauherrn? Heute, da große Projekte fast nur noch von Leuten geordert werden, die in der Anonymität von Gremien, Kommissionen, Vorständen untertauchen oder, viel gefährlicher, als „Investoren“ auftreten, die nicht für sich selber, sondern für Unbekannte bauen, deshalb darauf achten, jeden ungewöhnlichen Einfall zu verhindern, jede baukünstlerische Kühnheit zu untersagen? Nun denn, einen gibt es, dem das altmodische Glück eines personifizierbaren Bauherrn widerfahren ist, den Architekten Karljosef Schattner in Eichstätt.

  • Worte der Woche

    15.05.1992, DIE ZEIT

    „Ich bin nach reiflicher Überlegung zu der Einsicht gelangt, daß ich vermutlich kein Genie bin. Aber die meisten meiner Kontrahenten, wenn nicht alle, sind nachweisbar Idioten.

  • „Der Sturz der Propheten“ – ein Münchner Symposion zur Lage der WeltliteraturIm Zentrum der Salzwüste

    27.03.1992, DIE ZEIT, Iris Radisch

    Die Wahrheit ist nackt. Oder geht auf Kongressen spazieren. Auf dem Symposion „Der Sturz der Propheten“, lange geplant und gründlich durchdacht vom Kulturreferat der bayerischen Landeshauptstadt, rückhaltlos finanziert von der Verlagsgruppe Bertelsmann, sollte sie tanzen.

  • Seine Krallen wurden stumpf

    27.03.1992, DIE ZEIT

    „Es stimmt, in seiner leninistischen Jugend, aber auch in seinen reifen Jahren unter Stalin praktizierte der Kommunismus Verbrechen in großem Stil, später dagegen, als er alterte, fielen ihm die Zähne aus, seine Krallen wurden stumpf, und zur Zeit seiner Vergreisung, Perestrojka genannt, zeigte er der Welt ein fast menschliches Antlitz, wodurch er Sympathie, ja sogar Enthusiasmus weckte unter den naiven Idioten in den großen Demokratien des Westens; denn die großen Demokratien des Westens waren so groß und demokratisch nur für sich selbst, anderen aber, zum Beispiel den Polen, empfahlen sie ein geduldiges und demütiges Vegetieren unter der Sonne der kommunistischen Diktatur.

  • Wohin man packt, man greift in Dreck

    13.03.1992, DIE ZEIT, Janusz Tycner

    Auch die Polen wollen mit ihrer Stasi und den geheimen Helfern abrechnen – aber wie?

  • Gerät die Stasi-Debatte zur Hexenjagd?Die Ruine strahlt noch

    28.02.1992, DIE ZEIT

    Andrzej Szczypiorski ist ein amüsanter Romancier; sehr belesen kann er nicht sein. In einem Plädoyer gegen das „idiotische“ Publikmachen der Stasi-Akten sagt der polnische Autor von den deutschen Intellektuellen: „Bis heute haben sie keine große Literatur über die Schuldfrage des deutschen Volkes während der Zeit des Dritten Reiches und während der Zeit der DDR hervorgebracht.

  • Warschauer Landleben

    26.07.1991, DIE ZEIT, Iris Radisch

    Der Weg nach Warschau ist weit und führt über Berlin. Dort wartet ein Zuch, der is älter als die Ostsee. Dem Fahrkartenkontrolleur baumelt der Fahrkartenknipser an einem Bindfaden vom Handgelenk herab.

  • Müssen die Polen Angst vor dem großen, vereinten Deutschland haben? Ein polnischer Journalist befragt den bei deutschen Lesern sehr erfolgreichen Autor des Romans „Die schöne Frau Seidenman“.Das deutsche Klima

    05.04.1991, DIE ZEIT

    Marek Zieliński: Die Polen genießen in der deutschen Presse nicht den besten Ruf, bei Ihnen ist es ganz anders. Seit dem Erscheinen des „Poczatek“ (deutscher Titel „Die schöne Frau Seidenman“) wurden Sie akzeptiert als Schriftsteller, als Mensch, als Personifizierung jenes Polen, das geneigt ist, den Deutschen ihre Schuld zu vergeben.

  • Deutschland, unglückliche Liebe

    29.06.1990, DIE ZEIT, Martin Ahrends

    Andrzej Szczypiorski ist 1924 in Warschau geboren; seinen ersten Deutschen bekommt er im Oktober 1939 zu Gesicht. Warschau ist zerbombt, er kommt mit Wassereimern von der Weichsel, weil auch die Wasserleitung nicht mehr funktioniert.

  • Kranke Wahrheit

    05.01.1990, DIE ZEIT

    Gestern Staatsfeind Nummer eins, heute Erster Bürger seines Staates: Nie zeigten sich die dramatischen Veränderungen in Osteuropa deutlicher als am Schicksal des 53jährigen Schriftstellers Václav Havel.

  • Andrzej Szczypiorski erzählt wenig über amerikanischen Whiskey, jedoch viel aus und über PolenDer steile Pfad zum Himmel

    01.12.1989, DIE ZEIT, Rudolf Walter Leonhardt

    Die folgenden Sätze könnten aus einer der zwölf Erzählungen des Andrzej Szczypiorski stammen, die jetzt – nach „Die schöne Frau Seidenman“ und „Eine Messe für die Stadt Arras“ – als drittes Buch des Autors auf deutsch erschienen sind: „Ich saß an meinem Schreibtisch, ein alternder Mann, ein polnischer Schriftsteller, von der Gesellschaft sicher höher geachtet, als er es verdiente, allein wegen der Tatsache, daß er Schriftsteller war, daß Gott ihm das Privileg gegeben hatte, menschliche Schicksale zu beschreiben.

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