In Ägypten und Tunesien herrscht postrevolutionärer Frust, denn die Islamisten herrschen willkürlich. Doch sie sind demokratisch legitimiert, kommentiert Malte Lehming.
So viel Wut und doch kein Ausweg: In Athen demonstrieren Zehntausende gegen den Sparkurs der Regierung – und wissen doch, dass er kaum enden wird. Von Ferry Batzoglou
Können die Wagner-Festspiele ewig so weitermachen? Der Schriftsteller Navid Kermani ärgert sich über die Afferei auf der Bühne und fordert eine neue Aufführungspraxis.
Der Neurolinguist Horst Müller glaubt, dass E-Books nur ein müder Anfang sind. Bald würden Bücher zu Geräten, die nicht nur Wissen speichern, sondern auch denken können.
Der Philosoph Martin Seel hat eine stilistisch brillante Revue geschrieben. Sein Buch "111 Tugenden, 111 Laster" hält aber einen Sicherheitsabstand zur Welt ein.
Vom akademischen Zeichendeuter zum internationalen Bestseller-Autor: Der Schriftsteller Umberto Eco lässt Gelehrsamkeit stets mit Ironie konkurrieren. Nun wird er 80.
Das monatlich erscheinende Magazin "philosophie" macht Kopfarbeit nun auch für den Zeitschriftenmarkt massentauglich. Ob das dem Fach gut tut? Von Maximilian Probst
Wolfram Ettes brillante Studie "Kritik der Tragödie" interpretiert das antike Theater neu. Der Literaturwissenschaftler sieht in der Tragödie eine emanzipative Kunstform.
Heute reden sogar Kapitalisten vom Kapitalismus: Warum Karl Marx wieder aktuell ist. Ein Gastbeitrag des britischen Literaturwissenschaftlers Terry Eagleton