Bengasi, Steuerfahndung, Bespitzeln von Journalisten: Die US-Regierung kämpft gleich mit drei Skandalen. Präsident Obama läuft die Zeit davon. Von M. Klingst, Washington
Kritik an Eric Holder wegen der Bespitzelung der Nachrichtenagentur AP: Die Opposition fordert seinen Rücktritt und hat ihn vor einen Kongressausschuss geladen.
AP ist nach eigenen Angaben bespitzelt worden. Telefonate von Journalisten sollen abgehört worden sein, vermutlich in Zusammenhang mit einem vereitelten Terroranschlag.
Die CIA hat einen Schwiegersohn Osama bin Ladens verhaftet. Suleiman Abu Geith wird nun in New York wegen Verschwörung zum Mord an amerikanischen Bürgern angeklagt.
Präsident Obama will sich zu einer Änderung des Waffenrechts erst in ein paar Wochen äußern. Die demokratische Senatorin Feinstein dagegen legt schon konkrete Pläne vor.
Nach jedem Amoklauf diskutiert das Land über schärfere Waffengesetze. Dieses Mal aber scheint ein Kompromiss nicht ausgeschlossen. So könnte er aussehen. Von Lars Halter
Human Rights Watch wirft den USA vor, mehrere Libyer unter anderem mit Waterboarding gefoltert zu haben. Später seien die Männer an das Gaddafi-Regime übergeben worden.
In einer historischen Einigung entschädigen die USA zahlreiche Indianerstämme für die Nutzung ihres Landes. Damit werden zum Teil mehr als 100 Jahre alte Klagen geregelt.
Die Finanzkrise hinterließ in den USA wertlose Immobilien und verschuldete Besitzer. Jetzt einigte sich das US-Justizministerium mit fünf Banken auf einen Vergleich.
Die US-Regierung beschuldigt iranische "Regierungselemente", einen Mordanschlag auf den saudischen Botschafter in Washington vorbereitet zu haben. Teheran dementiert.
Die US-Regierung will den Terrorverdächtigen auf Kuba offenbar Besuche von Angehörigen gestatten. Darüber soll das Rote Kreuz mit dem Pentagon verhandeln.
Das FBI hat bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion mehr als 120 mutmaßliche Mafiosi festgenommen. Aussteigerberichte hatten die Verhaftungen möglich gemacht.
In einer emotionalen Trauerfeier hat Amerika der Opfer von Tucson gedacht. Der Präsident warnte vor aggressiver Rhetorik und Spekulationen über das Motiv des Attentäters.
Die US-Regierung will den britischen Energiekonzern BP zu Schadenersatzzahlungen für die Ölpest im Golf von Mexiko verpflichten lassen. Es geht um Milliarden.