Der Russe Vladimir Jabotinsky war Zionist, später Terrorist. Sein großartiger Roman "Die Fünf" erzählt den Niedergang der jüdischen Welt in Odessa. Von Hans-Peter Kunisch
Was wir flüchtig notieren, sollten wir nicht für uns behalten, schreibt der Kulturwissenschaftler Stephan Porombka. Der Literatur kann das nur gut tun.
Stinkstiefel wäre noch geschmeichelt: Emmanuel Carrère widmet sich in seiner Bestseller-Biografie dem russischen Skandalautor Eduard Limonow. Von Martin Brinkmann
Der Opernsänger Evgeny Nikitin darf wegen seiner Runen-Tätowierungen nicht in Bayreuth singen. Der Fall zeigt wieder, dass die Vergangenheit in Bayreuth nicht vergeht.
Wie die NPD und andere Rechtspopulisten direktdemokratische Elemente mittlerweile für ihre anti-demokratischen Zwecke nutzen. Ein Gastbeitrag von Thomas Wagner
In seinem NS-Kriegsdrama "Das Meer am Morgen" erzählt der Regisseur Volker Schlöndorff die Geschichte von vier Männern: Jünger, Böll, Môquet – und seine eigene.
Der Chefredakteur und einige Mitarbeiter der Studentenzeitschrift der Bundeswehr-Uni wettern gegen Frauen und Schwule beim Bund. Abgewählt wurden sie trotzdem nicht.
Die nuklearen Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben das Vertrauen in eine menschenfreundliche Evolution der Technik zerstört. Von Thomas Assheuer
Ein Ort mit Aura und einem Porträt von Carl Schmitt: Das Haus von Ernst Jünger in Wilfingen ist aufwändig restauriert worden. Nun wird es als Museum wiedereröffnet.
Ein Buch, das unbedingt in die erste Reihe der Werke über den Ersten Weltkrieg gehört: Gabriel Chevalliers "Heldenangst" ist eine grandiose Entdeckung. Von B. Erenz