Der Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, macht im jüngsten Skandal eine unglückliche Figur. Sollte er gehen müssen, würde dennoch der Falsche bestraft. Von M. Döbler
Auch Deutschland musste schon einmal international entschuldet werden. Das geschah 1953 in London. Die letzten Zinsen zahlte die Bundesregierung im Oktober 2010.
Deutschland ging es nach dem Krieg wie den Griechen: Ohne Auslandshilfe wäre der Wiederaufbau missglückt. Die Hilfen waren damals wie heute nicht ohne Eigennutz.
Deutsche Bank: Das größte Kreditinstitut der Republik wird 125 Jahre alt. Erstmals setzt sich der Branchenprimus ernsthaft mit seiner Geschichte auseinander.
Eben noch hatte die Frau auf einer Flöte gespielt. Aber dann erschrak sie; die Klänge entstellten ihr Gesicht. Sie warf das Instrument von sich, und ihr Gesicht nahm wieder jene schönen Züge an, ebenmäßig und kühl.
Nahezu alle Konrad Adenauer gewidmeten Werke und Quellenbände der letzten Jahrzehnte haben das Format von Backsteinen, umfassen kaum je weniger als tausend Seiten.
25.03.1994,
DIE ZEIT, Egmont R. Koch und Oliver Schröm
Heinrich Maria Graf Henckel von Donnersmarck, der jetzt „Herr Augustinus“ heißt, weiß, daß der Mantel mit dem fünffachen Jerusalemkreuz seine Nachteile hat.
Tröpfchen für Tröpfchen“, pflegte der Nestor der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, auf die Frage zu antworten, wie er in den fünfziger Jahren heimlich ein großes Paket Daimler-Benz-Aktien zusammengekauft habe.
Berthold Beitz ist aus dem Stoff, aus dem Legenden gemacht sind. In den Rückblicken, die zum 80. Geburtstag des Krupp-Statthalters geschrieben wurden, gelang es selbst staubtrockenen Börsenjournalisten nicht, ihre Lust am Objekt zurückzuhalten.
Bevor Klaus Gallwitz sein Direktionszimmer im Frankfurter Städelmuseum betrat, was er seit 1974 mit zunehmender und dann mit abnehmender Leidenschaft tat, hat er gerne einen Dienstbesuch beim nurmehr einäugigen Wandhelden gemacht.
Es war fast wie eine Idee vom „Juso-Stammtisch“, meinte der Spiegel: Die linken Ökonomen Jan Priewe und Rudolf Hickel schlugen vor ein paar Wochen vor, die Wirtschaftsmisere in den neuen Bundesländern unter anderem mittels einer Investitionshilfeabgabe zu bekämpfen.
Hätte Alfred Herrhausen seine berufliche Karriere so beenden können, wie er es sich selber wünschte, wäre er im April 1995 im Alter von 65 Jahren zum letzten Mal zur Hauptversammlung vor die Aktionäre getreten.