08.06.1973,
DIE ZEIT
Wer hätte nicht, wenn auch nicht so schön formuliert wie von Hermann-Josef Arentz, die Vermutung gehabt, daß „wir Menschen“ nur kategorial denken können, da – wir auf das linguistische Begriffssystem und dessen implizierte Kausal- und andere Erklärungszusammenhänge zwangsweise angewiesen sind? Wer wünschte sich da nicht einen möglichst differenzierten Sprachgebrauch? Eine Beschränkung des Vokabulars muß notwendig zu einer Einseitigkeit und Vorurteilsbefangenheit der Sprechenden führen.